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Rück- und Ausblick auf die neue Normalität


Rück- und Ausblick auf die neue Normalität beim zweiten iab austria „Digi Talk“

17.04.2020 15:13:47 - Mittwochnachmittag tauschte sich die heimische Digitalwirtschaft, diesmal live via Zoom, aus und wagte einen ersten Blick auf das Leben in der neuen Normalität. Als große Gefahr wird Preisdumping in den Monaten nach den COVID-19-Maßnahmen gesehen. Beim anschließenden Networking wurde in den Homeoffices mit Bud angestoßen.

 

(live-PR.com) -
Bilder zur Meldung in der Mediendatenbank: © iab austria

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Video zur Meldung auf www.youtube.com/watch?v=rtxzYteHP4k

Wien (LCG) – Nach vier Wochen im Homeoffice ist zwar kein Alltag in die Digitalwirtschaft eingekehrt, aber zeitgleich mit der schrittweisen Öffnung des stationären Handels kommt sie in der neuen Normalität an. Wie diese aussehen kann, diskutierte das interactive advertising bureau austria als größte Interessenvertretung der Digitalwirtschaft im zweiten „Digi Talk“ via Zoom. Philip Haubner (LAOLA 1), Michael Katzlberger (Tunnel 23), Alexander Oswald (Futura, Österreichische Marketing Gesellschaft) und Bernd Wollmann (Casinos Austria) erkennen allesamt positive Auswirkungen auf die Gesellschaft. Auf einen positiven Ausblick auf „die Zeit danach“ wurde beim anschließenden Networking mit den rund 180 Teilnehmern mit Bud, der wervollsten Biermarke der Welt, auf Einladung von AB InBev Austria ganz analog im virtuellen Raum angestoßen.

„Wir erleben einen fundamentalen Wandel, der maßgeblich durch Digitalisierung gestaltet wird. Vom Wertewandel bis zum Konsumwandel wird in der neuen Normalität alles anders sein. Mit Agilität, Gestaltungskraft und einem konstruktiven Mindset kann die Digitalwirtschaft die Zukunft für die Zeit nach den COVID-19-Maßnahmen positiv formen. Dabei muss der Fokus klar auf Qualität liegen“, leitet iab-austria-Vizepräsidentin Cosima Serban in den Talk ein.

„Es hat sich vom Arbeitsablauf bis zur Einstellung in den letzten Wochen alles geändert“, blickt Bernd Wollmann (Casinos Austria) auf die Zeit seit Einführung der COVID-19-Maßnahmen zurück. Adaptives Verhalten sieht er als Schlüssel, um erfolgreich in die Recovery-Phase zu kommen. Es wird jedoch keine Rückkehr in die gewohnte Vergangenheit, sondern in eine neue Realität. Aus dem Geschäftsalltag berichtet er, dass die Geschäftsmodelle komplementär sind und die Schließung der Casinos sich auch im digitalen Business abzeichnet. Positiv erkennt er gesellschaftliche Trends, die für mehr Zusammenhalt und Generationenverständnis führen.

Schub für die Digitalisierung

„Der abrupte Schutdown war in etlichen Unternehmen ein Prozessbeschleuniger. Man kann fast von einem Digitalisierungszwang sprechen“, meint Alexander Oswald (Futura). In seiner Funktion als Präsident der Österreichischen Marketing Gesellschaft sieht er den Wegfall analoger Networking-Veranstaltungen als Rückschlag, der durch digitale Plattformen nicht zur Gänze kompensiert werden kann. „Das neue Premium-Erlebnis wird der persönliche Kontakt sein“, ist Oswald überzeugt. Beim Thema Krisenkommunikation kommt gerade das große Aufwachen. Viele Unternehmen entdecken die Bedeutung direkter Kommunikationskanäle zu den Konsumenten.

Werbung kann Ängste nehmen

Michael Katzlberger arbeitet mit seiner Agentur TUNNEL23 für systemrelevante Kunden wie BILLA oder Magenta Telekom. Entsprechend gefordert ist die Digitalschmiede in den Homeoffices. „Kommunikation hilft auch, Ängste in der Bevölkerung abzubauen“, berichtet er aus der Praxis des Lebensmittelhandels. Im Shutdown sieht er eine Entschleunigung des getriebenen Systems, die zu einer intensiveren Auseinenadersetzung mit Technologie und Geschäftsmöglichkeiten führt. „Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Notwendigkeit nimmt die Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen wieder Fahrt auf“, zeigt Katzlberger die weitreichenden Folgen der COVID-19-Pandemie auf. Er schätzt aber auch etwas mehr Zeit für Kreativität: In den letzten Wochen hat er ein ganzes Musikalbum mit künstlicher Intelligenz komponiert.

Wenn Content im Homeoffice König ist

Das Sportportal LAOLA1 sieht sich durch die langfristige Absage oder Verschiebung großer Sportveranstaltungen besonders hart mit der Situation durch die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung konfrontiert. Philip Haubner berichtet von einer Abflachung der anfangs stark gestiegenen Zugriffe, da der Sport-Content mit der Dauer der Maßnahmen abnimmt. „Trotz breiter Wertschöpfungskette zeigt sich eindrucksvoll, dass Content King ist“, bringt er die Situation auf den Punkt. Neue Formate mit Tennisprofi Jürgen Melzer oder Home-Workouts mit Skistars sind aktuelle Projekte, mit denen LAOLA1 seine User bindet.

Bewusstseinswandel vor dem eigenen Bildschirm

Als positiven Wandel durch die Ausnahmesituation erkennt Wollmann bereits jetzt den Wandel im Konsumverhalten zu regionalen und lokalen Anbietern. Gerade sie profitieren von der Digitalisierung, um neue Kundenschichten anzusprechen. Auch Plattformen wie www.oesterreich.gv.at/onlinemarktplatz unterstützen die Konsumenten bei der Suche nach heimischen Anbietern und Lieferanten. Oswald sieht auch eine starke Verbindung zwischen Produzenten oder Lieferanten wachsen, da es erstmals einen direkten Austausch über Marktplätze und soziale Medien gibt.

Werbe-Lemminge dürfen den Anschluss nicht verpassen

Wollmann sieht derzeit viel Nachahmungstäter in der klassischen Werbung. Die Botschaften von Finanzdienstleistern oder Handelsketten sind derzeit austauschbar. Er warnt davor, den Scheitelpunkt der Kurve zu versäumen und Werbespendings stark zu beschneiden. LAOLA1 hat sich bewusst gegen Kampagnen während der COVID-19-Maßnahmen entschieden und Haubner setzt auf die eigenen Kanäle, um die Interaktion mit den Usern zu forcieren. Probleme sieht der LAOLA1-Marketingleiter derzeit in der programmatischen Werbung, da reichweitenstarke Umfelder zu Themen wie „Krise“ oder „Krankheit“ ausgeschlossen sind. Oswald warnt vor dem panikgetriebenen Preisverfall, der sich mit der Dauer der Maßnahmen weiter verstärken wird. „Wir müssen im Zusammenspiel zwischen Auftraggeberinnen und Auftraggebern, Agenturen und Medien sehr darauf aufpassen, dass es nicht zu einer preislichen Kettenreaktion und einer Abwärtsspirale kommt. Qualität muss im Vordergrund stehen!“, so Oswald.

Über das interactive advertising bureau austria (iab austria)

In der Österreich-Sektion des interactive advertising bureau haben sich über 200 führende Unternehmen der digitalen Wirtschaft organisiert. Sie setzen Maßstäbe für die digitale Kommunikation, unterstützen die werbetreibenden Unternehmen mit Expertise, sorgen für Transparenz und fördern den Nachwuchs. Durch die Vielfalt der Mitglieder aus allen Bereichen der Digitalwirtschaft, ist der ganzheitliche Blick auf die für die Branche relevanten Themen gewährleistet. Das iab austria ist in ständigem Austausch mit Politik, Öffentlichkeit und anderen Interessensgruppen. Weitere Informationen auf www.iab-austria.at.

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Autor:
Alexander Khaelss-Khaelssberg

Alexander Khaelss-Khaelssberg
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