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Falsche Dinosaurier und verkannte Urvögel


Titelbild des Taschenbuches ĂĽber Raubdinosaurier in Bayern

14.10.2019 18:05:59 - 'Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst stellt deutsche „Schreckensechsen“ vor

 

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Neunburg vorm Wald / Wiesbaden – Wissenschaftliche Erkenntnisse haben manchmal nur eine erstaunlich kurze Lebensdauer. Diese Erfahrung machte der in Neunburg vorm Wald geborene und heute in Wiesbaden lebende Wissenschaftsautor Ernst Probst mehrfach in diesem Jahr, als er über in Deutschland entdeckte Dinosaurier kleine Taschenbücher veröffentlichen wollte. Eigentlich hatte er sich dies kinderleicht vorgestellt. Denn in vielen Fällen hoffte er, auf sein Wissen über die in seinem Buch „Dinosaurier in Deutschland“ (1993) vorgestellten „Schreckensechsen“ zurückgreifen zu können.

Doch in einem Vierteljahrhundert hatte sich viel mehr geändert, als Probst ahnte. In Bayern beispielsweise kannte man 1993 nur einen einzigen Raubdinosaurier namens Compsognathus longipes („Langbeiniger Zartkiefer“) aus der Oberjurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren. Heute sind aus dem Oberjura in Bayern bereits 16 räuberische „Dinos“ durch Funde nachgewiesen, berichtet das Taschenbuch „Raubdinosaurier in Bayern“ von Probst. Keiner dieser Raubsaurier ist länger als 80 Zentimeter, einer misst sogar nur 15 Zentimeter Höhe.
Kurios ist, dass ein Dutzend der heute als Raubdinosaurier bezeichneten Tiere aus Bayern früher für Vögel gehalten wurden. „Ich kann mich nur sehr schwer daran gewöhnen, dass der Urvogel Archaeopteryx aus Bayern heute als gefiederter Raubdinosaurier gilt“, sagt Probst. Denn wenn dies zuträfe, hätten manche Dinosaurier fliegen können.

Nach Erkenntnissen von Probst stecken Forscher immer wieder Urzeittiere in falsche Schubläden, wenn sie neu entdeckte Gattungen und Arten untersuchen und ihnen wissenschaftliche Namen geben. Ein bereits 1855 bei Jachenhausen nahe Riedenburg geborgenes Fossil wurde 1857 als Kurzschwanz-Flugsaurier, 1966 als Langschwanz-Flugsaurier, 1970 als Urvogel Archaeopteryx und 2017 als Raubdinosaurier namens Ostromia identifiziert. Eine 1860 in Solnhofen gefundene Vogelfeder erhielt 1861 den Artnamen Archaeopteryx lithographica, den man später auch für Skelettfunde von Urvögeln verwandte. Doch 2019 stellten fünf Experten fest, dass diese Feder nicht von Archaeopteryx, sondern von einem gefiederten Zeitgenossen des Urvogels oder sogar von einem gefiederten Dinosaurier stammt.

Manche Entdecker von tatsächlichen Urvögeln der Gattung Archaeopteryx hielten ihren Fund anfangs für einen kleinen Raubdinosaurier der Art Compsognathus longipes oder für einen Flugsaurier. Compsognathus wurde 1858 in einem Steinbruch in Kelheim oder bei Riedenburg entdeckt.

In Niedersachsen stieĂź man 1982 inmitten von Resten eines Riesenfisches auf vermeintliche Knochen eines Stegosauriers. Am meisten glich dieser der Gattung Lexovisaurus mit einer Doppelreihe von Knochenplatten an Hals und RĂĽcken, die im Bereich der Schwanzwurzel in Stacheln ĂĽbergingen. Doch 2010 stellte ein schottischer Fachmann fest, dass alle Knochen vom bis zu 16,50 Meter langen Riesenfisch Leedsichthys stammen.

2019 hat Probst kleine Taschenbücher über die Dinosaurier Plateosaurus („deutscher Lindwurm“), Liliensternus, Emausaurus, Compsognathus, Juravenator („Jäger des Juragebirges“) und Wiehenvenator („Jäger des Wiehengebirges“) veröffentlicht.

Verwunderlich ist aus heutiger Sicht, dass Dinosaurier einst den Reptilien (Kriechtieren) zugeordnet wurden. Denn „Dinos“ kriechen nicht, sondern gehen aufrecht. Auch der 1841 von dem Londoner Wissenschaftler Richard Owen eingeführte Name Dinosaurier („Schreckensechsen“) passt nicht immer, weil es auch taubengroße Arten gab, die zu Lebzeiten wenig Schrecken verbreiteten.



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