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Wirtschaft & Industrie
(Zweite Zusammenfassung - Neu: Trichet, Zimmermann) Rettungsplan für Fannie Mae und Freddie Mac stößt auf Zustimmung - IWF: Maßnahmen verbessern Aussichten für US-Wirtschaft --Von Tonia Haag-- (© ddp) 08.09.2008 15:27:09 - Der Notfallplan der US-Regierung zur Rettung der beiden angeschlagenen halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac stößt auf breite Unterstützung. Der geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, erklärte, die Maßnahmen der US-Regierung dürften den Hypotheken- und Häusermarkt stützen und damit auch die Aussichten für die US-Wirtschaft verbessern. An den internationalen Börsen sorgte die Rettungsaktion am Montag für Erleichterung und versetzte die Investoren in Kauflaune. Vor allem Finanztitel profitierten vom Notfallplan der US-Regierung.
(live-PR.com) - Washington (ddp.djn). Der Notfallplan der US-Regierung zur Rettung der beiden angeschlagenen halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac stößt auf breite Unterstützung. Der geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, erklärte, die Maßnahmen der US-Regierung dürften den Hypotheken- und Häusermarkt stützen und damit auch die Aussichten für die US-Wirtschaft verbessern. An den internationalen Börsen sorgte die Rettungsaktion am Montag für Erleichterung und versetzte die Investoren in Kauflaune. Vor allem Finanztitel profitierten vom Notfallplan der US-Regierung.
US-Finanzminister Henry Paulson erklärte, die eingeleiteten Maßnahmen bei Fannie Mae und Freddie Mac seien nötig geworden, um die Stabilität an den Finanz- und Immobilienmärkten zu gewährleisten. Fannie Mae und Freddie Mac seien von entscheidender Bedeutung für eine Erholung am Immobilienmarkt, sagte Paulson. Die Kosten für die Rettung der beiden Hypothekenfinanzierer seien noch unbekannt. Seine Regierung habe jedoch keine andere Wahl gehabt, als den Notfallplan für Fannie Mae und Freddie Mac umzusetzen. Ein Scheitern auch nur einer der beiden Gesellschaften hätte seiner Einschätzung nach ein volkswirtschaftliches Chaos hervorgerufen.
US-Präsident George W. Bush erklärte, die Amerikaner dürften nun sicher sei, dass die vorübergehende Verstaatlichung der beiden Hypothekenfinanzierer «unsere Fähigkeit stärken wird, die Korrekturen auf dem Immobilienmarkt zu überstehen». Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, bewertete die Rettungsmaßnahmen der US-Regierung positiv. Zugleich warnte er davor, die Folgen der weltweiten Finanz- und Immobilienkrise zu unterschätzen. «Der Prozess der finanziellen Krise dauert an, es gibt immer noch Risiken», sagte Trichet.
Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, erwartet nicht, dass die Rettungsaktion der US-Regierung die Finanzkrise in den USA beendet. «Kaum zu glauben, dass mit dieser Aktion der Spuk der Finanzkrise für die amerikanische Wirtschaft endgültig vorbei ist», sagte er dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe). Die Maßnahme sei «ein gigantischer, wohlvorbereiteter Einstieg des amerikanischen Staates in den Wohnungsmarkt, der versucht, das Übel an der Wurzel zu packen», sagte Zimmermann. Die Rettung der beiden Institute könne den Steuerzahler aber sehr viel Geld kosten.
Fannie Mae und Freddie Mac garantieren in den USA für Hyothekendarlehen im Wert von rund 5,4 Billionen Dollar (3,8 Billionen Euro) und damit für rund die Hälfte aller in den USA vergebenen Hypothekenkredite. Deshalb litten die Hypothekenfinanzierer in der Vergangenheit besonders stark unter der Subprime-Krise. In den vergangenen vier Quartalen verbuchten Fannie Mae und Freddie Mac insgesamt Verluste von rund 14 Milliarden Dollar.
ddp.djn/toh/mwo © ddp
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