Wirtschaft & Industrie

(Zweite Übersicht - Neu: Details) Commerzbank führt Kapitalerhöhung zum Erwerb der Dresdner Bank durch

ddp) 08.09.2008 17:39:03 - Die Commerzbank hat am Montag die angekündigte Kapitalerhöhung zum Erwerb der Dresdner Bank durchgeführt. Das Frankfurter Institut platzierte über 65 Millionen neue Aktien und erlöste damit rund 1,1 Milliarden Euro, wie die zweitgrößte deutsche Bank anschließend in Frankfurt am Main mitteilte. Der Platzierungspreis habe bei 17 Euro je Aktie gelegen. Die Aktie selbst war nach Angaben das DAX-Konzerns fünffach überzeichnet.


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Frankfurt/Main (ddp). Die Commerzbank hat am Montag die angekündigte Kapitalerhöhung zum Erwerb der Dresdner Bank durchgeführt. Das Frankfurter Institut platzierte über 65 Millionen neue Aktien und erlöste damit rund 1,1 Milliarden Euro, wie die zweitgrößte deutsche Bank anschließend in Frankfurt am Main mitteilte. Der Platzierungspreis habe bei 17 Euro je Aktie gelegen. Die Aktie selbst war nach Angaben das DAX-Konzerns fünffach überzeichnet.
Das DAX-Papier verteuerte sich am Montag in einem äußerst positiven Umfeld um rund 2,8 Prozent auf 17,30 Euro. Das Institut profitierte von der allgemeinen Erleichterung, mit der Investoren in Frankfurt am Main auf die staatliche Rettungsaktion für die US-Hypothekengeber Fannie Mae und Freddie Mac reagierten.
Die Kapitalerhöhung wurde bereits am 31. August vom Commerzbank-Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen. Die Mittel, die der Commerzbank daraus zufließen, sollen zur Teilfinanzierung der Übernahme der Dresdner Bank für rund 8,8 Milliarden Euro verwendet werden. Die neuen Aktien sind mit voller Dividendenberechtigung für das Jahr 2008 ausgestattet. Credit Suisse, JP Morgan, Morgan Stanley und Commerzbank sind gemeinsame Buchführer der Transaktion.
Derweil warf die Gewerkschaft ver.di der Bundesregierung vor, die Öffentlichkeit bei der Konsolidierungswelle im Bankensektor hinters Licht zu führen. Die Gewerkschaft verwies auf Aussagen von Politikern wie Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), die die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank begrüßt hatten. Die Übernahme soll weltweit rund 9000 Arbeitsplätze kosten.
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