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Wirtschaft & Industrie
(Zusammenfassung - Neu: mehr Details) Verkauf im zweiten Anlauf - Balda gibt erneut früheres Kerngeschäft mit Handyschalen ab- Erster Versuch war im März gescheitert --Von Nadine Schimroszik-- (© ddp) 13.05.2008 15:20:03 - Nach einem ersten gescheiterten Versuch verkauft der Balda-Konzern jetzt doch sein früheres Kerngeschäft mit Handyschalen. Käufer der defizitären Unternehmensbereiche ist der Hamburger Sanierungsspezialist Hanse Industriekapital. Angaben zum Transaktionspreis machten beide Firmen am Dienstag nicht. Balda sprach lediglich von einer Liquiditätsbelastung im höheren einstelligen Millionenbereich, die «im erwarteten Rahmen» liegt. Erst im März war der Verkauf des Handyschalen-Geschäfts, dass unter der Sparte Infocom agierte, an den Finanzinvestor Aurelius überraschend gescheitert und Balda hatte die drei verkauften Tochtergesellschaften zurückgenommen.
(live-PR.com) - Bad Oeynhausen (ddp). Nach einem ersten gescheiterten Versuch verkauft der Balda-Konzern jetzt doch sein früheres Kerngeschäft mit Handyschalen. Käufer der defizitären Unternehmensbereiche ist der Hamburger Sanierungsspezialist Hanse Industriekapital. Angaben zum Transaktionspreis machten beide Firmen am Dienstag nicht. Balda sprach lediglich von einer Liquiditätsbelastung im höheren einstelligen Millionenbereich, die «im erwarteten Rahmen» liegt. Erst im März war der Verkauf des Handyschalen-Geschäfts, dass unter der Sparte Infocom agierte, an den Finanzinvestor Aurelius überraschend gescheitert und Balda hatte die drei verkauften Tochtergesellschaften zurückgenommen.
Rückwirkend zum 1. Mai veräußert der im SDAX notierte Zulieferer für die Telekommunikations-, Automobil- und Medizintechnikbranche jetzt nach eigenen Angaben zwei Töchter, die Balda Solutions Deutschland und Balda Werkzeugbau, an Hanse Industriekapital. Anders als bei der Transaktion mit Aurelius ist die ungarische Infocom-Gesellschaft Balda Solutions Hungaria nicht im Verkaufspaket enthalten. Hanse Industriekapital und Balda kennen sich bereits durch eine andere Transaktion. Anfang vergangenen Jahres übernahm Hanse das Geschäft mit lackierten und galvanisierten Kunststoffteilen von Balda.
Balda geht nach eigenen Angaben jetzt davon aus, dass der vereinbarte Verkauf nicht mehr scheitert. Mit Aurelius konnte sich das Unternehmen damals nicht auf die Höhe des Verlustausgleichs einigen. Balda hatte mit dem Käufer vereinbart, noch für die Verluste im Schlussquartal aufzukommen. Dafür hatte der Konzern wohl 12,1 Millionen Euro eingeplant. Es entstanden jedoch höhere Verluste. Zu den Belastungen seit dem Rückkauf wollte Balda keine Angaben machen. Ein Sprecher bestätigte jedoch, dass die verkauften Töchter zwischen dem 7. März und 30. April erneut in der Balda-Konzernbilanz als nicht fortgeführte Aktivitäten auftauchen werden.
Der Konzern mit Sitz in Bad Oeynhausen will sich zukünftig auf sein Geschäft mit Touchscreen-Produkten konzentrieren. Das Unternehmen hatte sich im Sommer 2006 Zugang zur Touchscreentechnologie verschafft und fertigt laut Medienberichten die Touchscreens des iPhones von Apple. Bereits Ende April hatte das Unternehmen angekündigt, dass auch die Medizintechniksparte zum Verkauf steht. Es gebe bereits Gespräche mit möglichen Käufern, das Interesse sei hoch, sagte der Sprecher.
Trotz Verlusten im ersten Quartal hatte Balda Anfang Mai seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Demnach erwartet Balda Umsatzerlöse von 414 Millionen Euro sowie ein Vorsteuerergebnis von 24 Millionen Euro. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr seine Verluste ausgeweitet. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 Prozent auf 73,3 Millionen Euro.
Der Markt nahm die Nachricht des Verkaufs positiv auf. Bis 14.30 Uhr stieg die Aktie im SDAX um rund neun Prozent auf 2,40 Euro.
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