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Wirtschaft & Industrie
(Zusammenfassung - Neu: Enders, Details, Aktienkurs) Weniger Auslieferungen - A380-Serienfertigung verzögert sich --Von Michael Wojtek-- (© ddp) 13.05.2008 15:11:03 - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat bei der Auslieferung des Großraumflugzeugs A380 erneut Verzögerungen eingeräumt. Der Chef der EADS-Tochter Airbus, Tom Enders, sagte am Dienstag, das Unternehmen sei bei der Produktion der Maschinen zweieinhalb bis drei Monate im Hintertreffen. Die Fertigung der ersten Maschinen dauere einfach länger als zunächst geplant. Airbus hatte sein A380-Produktionsprogramm in den vergangenen Wochen einer umfangreichen Überprüfung unterzogen.
(live-PR.com) - Amsterdam/Toulouse (ddp). Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat bei der Auslieferung des Großraumflugzeugs A380 erneut Verzögerungen eingeräumt. Der Chef der EADS-Tochter Airbus, Tom Enders, sagte am Dienstag, das Unternehmen sei bei der Produktion der Maschinen zweieinhalb bis drei Monate im Hintertreffen. Die Fertigung der ersten Maschinen dauere einfach länger als zunächst geplant. Airbus hatte sein A380-Produktionsprogramm in den vergangenen Wochen einer umfangreichen Überprüfung unterzogen.
Bereits am Montagabend hatte EADS mitgeteilt, Airbus könne im laufenden Jahr nur 12 statt ursprünglich 13 Flugzeuge ausliefern. Für 2009 seien jetzt nur noch 21 statt 25 Übergaben an Kunden geplant. EADS begründete die Auslieferungsverzögerungen mit Problemen beim Hochfahren der Produktion. Der für die Einzelfertigung benötigte Zeit- und Ressourcenaufwand sei größer als erwartet und habe zu Verzögerungen im Übergang zur vollständigen Serienfertigung geführt, die auf einem neuen Design- und Produktionsprozess basiere. Ender sagte am Dienstag, 2010 würden auf jeden Fall zwischen 30 und 40 Maschinen ausgeliefert. Ursprünglich waren 42 Übergaben geplant gewesen. Genaue Zahlen sollen erst nach Gesprächen mit den Kunden genannt werden.
Die neuerliche Verzögerung zieht Enders zufolge für EADS keine unüberschaubaren finanziellen Auswirkungen nach sich. Es zeichne sich hier kein «katastrophenartiges Szenario» ab, sagte er. Gleichwohl könne der Vorstand derzeit noch keine Angaben zur möglichen Höhe der finanziellen Folgen machen. Dazu sei es derzeit noch zu früh.
Über die Auslieferungen in den folgenden Jahren machte der Konzern keine Angaben. Details hinsichtlich des neuen Plans, des weiteren Hochlaufs und der Auslieferungsslots für 2010 und die Folgejahre würden in den kommenden Wochen Gegenstand der Gespräche mit Kunden sein, hieß es.
Die im MDAX, dem Börsensegment der mittleren Werte, notierte EADS-Aktie gab am Dienstag nur leicht nach. Gegen 14.30 Uhr notierte sie 0,1 Prozent schwächer bei 15,69 Euro. Die Mitteilung über weitere Verspätungen beim A380 sei nicht unerwartet gekommen, sagten Beobachter. Bereits in den jüngsten Tagen war darüber spekuliert worden, dass Airbus bei der Umstellung der Fertigung von Hand auf Serie nicht wie geplant vorankommt. Am Mittwoch legt EADS die Erstquartalszahlen vor.
ddp.djn/mwo/mbr © ddp
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