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Wirtschaft & Industrie
Zeitung: BenQ-Insolvenzverwalter bereitet Klage gegen Siemens vor (© ddp) 04.07.2008 15:18:11 - Der Insolvenzverwalter des von Siemens abgewickelten Handy-Werkes BenQ bereitet offenbar eine Klage gegen den Münchner Technologiekonzern vor. Es gehe dabei um eine dreistellige Millionensumme, wie die Tageszeitung «Die Welt» (Samstagausgabe) berichtete. Am kommenden Mittwoch werde der Insolvenzverwalter Martin Prager den Gläubigerausschuss über das Vorhaben unterrichten.
(live-PR.com) - Berlin (ddp). Der Insolvenzverwalter des von Siemens abgewickelten Handy-Werkes BenQ bereitet offenbar eine Klage gegen den Münchner Technologiekonzern vor. Es gehe dabei um eine dreistellige Millionensumme, wie die Tageszeitung «Die Welt» (Samstagausgabe) berichtete. Am kommenden Mittwoch werde der Insolvenzverwalter Martin Prager den Gläubigerausschuss über das Vorhaben unterrichten.
«Wir wollen das nicht bestätigen und nicht dementieren», sagte dem Blatt eine Sprecherin des Insolvenzverwalters. Prager habe immer deutlich gemacht, dass er im Sinne der Gläubiger alle Ansprüche prüfe. Siemens wollte den Vorgang nicht kommentieren. «Wir haben bisher keine Klage erhalten, zu Spekulationen nehmen wir keine Stellung», sagte eine Sprecherin des Konzerns.
Prager vermutet der Zeitung zufolge, dass es beim Betriebsübergang der Handysparte von Siemens zu BenQ Fehler gab. Möglicherweise sei die Bewertung des Vermögens nicht richtig gewesen.
Der taiwanesische BenQ-Konzern hatte Mitte 2005 das defizitäre Handy-Geschäft von Siemens übernommen. Der Neueigentümer konnte die Verluste jedoch nicht eindämmen und schickte die Tochter nach einem Jahr im September 2006 in die Insolvenz. Mehr als 3000 Beschäftigte verloren in Deutschland ihren Job. Auch zahlreiche Zulieferer waren betroffen.
ddp.djn/nas/mwo © ddp
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