Wirtschaft & Industrie

Verkehrsminister Daehre für Verschiebung des Bahn-Börsengangs

ddp) 07.10.2008 07:45:08 - Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchef Karl-Heinz Daehre (CDU), setzt sich angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise für eine Verschiebung des geplanten Börsengangs der Deutschen Bahn AG ein. In der jetzigen Situation sollte über den bislang anvisierten 27. Oktober nachgedacht und eine eventuelle Verschiebung beschlossen werden, sagte Daehre am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin» vor der Herbsttagung der Verkehrsminister von Bund und Ländern in Dessau-Roßlau. Die Ressortchefs wollen auf ihrer zweitägigen Zusammenkunft unter anderem auch über die Privatisierung der Deutschen Bahn AG diskutieren.


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Dessau-Roßlau (ddp). Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchef Karl-Heinz Daehre (CDU), setzt sich angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise für eine Verschiebung des geplanten Börsengangs der Deutschen Bahn AG ein. In der jetzigen Situation sollte über den bislang anvisierten 27. Oktober nachgedacht und eine eventuelle Verschiebung beschlossen werden, sagte Daehre am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin» vor der Herbsttagung der Verkehrsminister von Bund und Ländern in Dessau-Roßlau. Die Ressortchefs wollen auf ihrer zweitägigen Zusammenkunft unter anderem auch über die Privatisierung der Deutschen Bahn AG diskutieren.
Daehre sagte, mit dem Börsengang solle mehr Geld für das bundesweite Schienennetz in die Kassen kommen. «Dies ist im Moment mit einem großen Fragezeichen zu versehen», betonte der CDU-Politiker.
Auch Hessens Verkehrsminister Alois Rhiel (CDU) setzt sich für einen späteren Börsengang der Bahn ein. Jetzt sei «kein guter Zeitpunkt» für das Zeichnen von Aktien, sagte er im Deutschlandfunk. Deshalb plädiere er dafür, die Privatisierung der Bahn «auf unbestimmte Zeit» zu verschieben. Er halte es für unverantwortlich, dass für «Schnäppchenjäger Tafelsilber verscherbelt wird». Er habe große Zweifel, dass die angestrebten vier bis fünf Milliarden Euro wirklich am Markt erzielt werden könnten. Die Bundesregierung habe noch Zeit einzugreifen, sagte Rhiel.
ddp.djn/wsd/mar © ddp




 

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