Wirtschaft & Industrie

Verbraucherschützer fordert staatliche Kontrolle für Finanzprodukte

ddp) 07.10.2008 07:12:09 - Als Folge der Finanzmarktkrise fordert der Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen, Finanzprodukte staatlich zu kontrollieren. Der Auftrag der Finanzdienstleistungsaufsicht müsse erweitert werden, sagte Billen dem Düsseldorfer «Handelsblatt» (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. «Die BaFin muss einen klaren Auftrag im Verbraucherschutz bekommen», forderte er. Das betrifft die Produktbeobachtung. Es betrifft aber auch die öffentliche Warnung der Verbraucher vor faulen Eiern.«

(live-PR.com) -
Düsseldorf (ddp). Als Folge der Finanzmarktkrise fordert der Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerd Billen, Finanzprodukte staatlich zu kontrollieren. Der Auftrag der Finanzdienstleistungsaufsicht müsse erweitert werden, sagte Billen dem Düsseldorfer «Handelsblatt» (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. «Die BaFin muss einen klaren Auftrag im Verbraucherschutz bekommen», forderte er. Das betrifft die Produktbeobachtung. Es betrifft aber auch die öffentliche Warnung der Verbraucher vor faulen Eiern.«
Während etwa im Bereich der Lebensmittelkontrolle bei Unregelmäßigkeiten staatliche Behörden sofort öffentlich Warnungen aussprächen, sei dies im Bankensektor nicht der Fall, kritisierte Billen. »Jede Dönerbude, die Gammelfleisch anbietet, muss damit rechnen, dass sie am nächsten Tag in der Zeitung steht. Aber ein Finanzvertrieb, der eine Schrottimmobilie anbietet, kann damit rechnen, dass die Verbraucher keine öffentliche Warnung erreicht.«
Von den Banken und Sparkassen forderte Billen, für eine Marktbereinigung zu sorgen. »Sie müssen dafür sorgen, dass unsichere Produkte gar nicht angeboten werden können«, verlangte er. Die Verbraucher müssten in die Lage versetzt werden, die Risiken bei Finanzprodukten einschätzen zu können. »Dazu müssen die Risiken klar gekennzeichnet werden - und das international", sagte Billen.
ddp.djn/roy/mar © ddp




 

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