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Wirtschaft & Industrie
(Übersicht - Neu: Glos) Vorwerk-Chef: Steigende Energiepreise sind Standortvorteil (© ddp) 04.07.2008 15:21:17 - In den steigenden Energiepreisen sieht der Unternehmenschef und persönlich haftende Gesellschafter der Unternehmensgruppe Vorwerk, Peter Oberegger, klare Vorteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die steigenden Energiekosten böten keinen Vorteil mehr, die Produktion an andere Standorte außerhalb Europas zu verlagern, sagte Oberegger am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Selbst die hohen Lohnkosten in Deutschland wögen nicht mehr die Kosten für die Logistik auf, wenn ein Produkt von Asien nach Europa zurückgebracht werden müsse.
(live-PR.com) - Köln (ddp). In den steigenden Energiepreisen sieht der Unternehmenschef und persönlich haftende Gesellschafter der Unternehmensgruppe Vorwerk, Peter Oberegger, klare Vorteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die steigenden Energiekosten böten keinen Vorteil mehr, die Produktion an andere Standorte außerhalb Europas zu verlagern, sagte Oberegger am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Selbst die hohen Lohnkosten in Deutschland wögen nicht mehr die Kosten für die Logistik auf, wenn ein Produkt von Asien nach Europa zurückgebracht werden müsse.
«Außerdem haben Unternehmer eine andere Flexibilität, wenn sie am Standort selbst tätig sind», ergänzte Oberegger. Ein weiterer Vorteil in Deutschland sei die Existenz vieler hochqualifizierter Fachkräfte. Diese seien in Asien oder Osteuropa nicht so leicht zu bekommen, so der Unternehmer weiter.
Unterdessen riet der Umwelt- und Rohstoffexperte am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, Gernot Klepper, angesichts der dauerhaft hohen Energiepreise zum Sparen. «Das ist die wichtigste Maßnahme, die man überhaupt treffen kann. Dazu bedarf es aber einerseits des Bewusstseins der Energieverbraucher und andererseits auch der entsprechenden Regulierungen und staatlichen Unterstützung», sagte Klepper der «Landeszeitung Lüneburg» am Freitag.
Zudem forderte er, bei der Nutzung regenerativer Energie «über die nationalen Grenzen» hinaus zu denken und den «Import dieser Energieformen» ins Auge zu fassen. Bei Öl, Kohle und Gas werde das schon lange getan. «Nur bei den alternativen Energien wird noch in nationalen Kategorien gedacht», ergänzte der Fachmann.
Bezüglich der steigenden Öl- und Gaspreise hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) gefordert, «stärker auf unsere heimischen Energien» zurückzugreifen und «insbesondere den Ausbau der erneuerbaren Energien» voranzutreiben. Zudem kritisierte Glos erneut den Atomausstieg, berichtete das Magazin «Cicero Online».
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