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Umwelt & Energie
(Übersicht - Neu: Glos, E.ON) Kartellamt stellt Verfahren gegen E.ON-Töchter ein (© ddp) 06.10.2008 16:00:10 - Das Bundeskartellamt hat die ersten Verfahren gegen Gasversorgungsunternehmen im Haushalts- und Gewerbekundenbereich abgeschlossen. Sechs regionale Gasversorgungsunternehmen, an denen der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON mehrheitlich beteiligt ist, haben gegenüber dem Bundeskartellamt finanzielle Zusagen zugunsten ihrer Kunden von insgesamt 55 Millionen Euro gemacht, wie die Behörde am Montag in Bonn mitteilte.
(live-PR.com) - Bonn (ddp). Das Bundeskartellamt hat die ersten Verfahren gegen Gasversorgungsunternehmen im Haushalts- und Gewerbekundenbereich abgeschlossen. Sechs regionale Gasversorgungsunternehmen, an denen der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON mehrheitlich beteiligt ist, haben gegenüber dem Bundeskartellamt finanzielle Zusagen zugunsten ihrer Kunden von insgesamt 55 Millionen Euro gemacht, wie die Behörde am Montag in Bonn mitteilte.
Die Einigung beinhalte, dass zunächst eine seit längerem geplante Preiserhöhung für die kommende Heizperiode um zwei Monate von Oktober auf Dezember verschoben werde. Dann müssten die Erdgaspreise dem Unternehmen zufolge jedoch um bis zu zwölf Prozent erhöht werden. Darüber hinaus soll den Kunden mit der nächsten Abrechnung ein Bonus von durchschnittlich 35 Euro gewährt werden.
Bei den Versorgern handelt es sich um E.ON Hanse, E.ON Avacon, E.ON Mitte, E.ON edis, E.ON Thüringer Energie und E.ON Bayern. Deren Kunden werde die genannte Summe direkt zugute kommen.
Das Bundeskartellamt habe im Gegenzug die Ermittlungen gegen diese Regionalversorger eingestellt. Der Konzern wies trotz der erzielten Verständigung darauf hin, dass es noch immer «unterschiedliche Auffasungen» mit der Behörde über die im Verfahren «angewendeten Berechnungen und deren rechtlicher Einordnung» gebe.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) begrüßte die Entlastung der Verbraucher. Gleichzeitig betonte er, dass das Bundeskartellamt nicht gegen die Erhöhung der Gasbezugskosten durch die Produzentenländer einschreiten könne. Vielfach lohne sich wegen der unterschiedlichen Preise ein Versorgerwechsel. Darüber hinaus plädierte der Ressortchef für einen ausgewogenen Energieträgermix, wozu auch die Kernenergie zähle. Je mehr Bezugsquellen genutzt würden, desto sicherer und damit auch günstiger sei die Versorgungslage, sagte er.
Das Bundeskartellamt hatte im März dieses Jahres gegen 35 regionale Gasversorgungsunternehmen Verfahren wegen des Verdachts missbräuchlich überhöhter Gaspreise für Haushalts- und Gewerbekunden eingeleitet. Die Verfahren betreffen die Preisgestaltung in den Jahren 2007 und 2008.
ddp.djn/jwu/nas © ddp
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