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Wirtschaft & Industrie
(Übersicht - Neu: DGB) Zeitung: Mehr Lehrstellen als Bewerber (© ddp) 13.05.2008 14:47:03 - Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr mehr Lehrstellen anbieten als es Bewerber gibt. Das kündigte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, in der «Bild»-Zeitung (Dienstagausgabe) an. «Die Aussichten für die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche sind glänzend. Ende September - zu Beginn des Ausbildungsjahres - wird es, nach jetzigem Stand, erstmals seit 2001 wieder mehr offene Stellen als suchende Jugendliche geben», sagte Braun. Im vergangenen Jahr hatten rund 626 000 Jugendliche per Ende September eine Lehre begonnen.
(live-PR.com) - Berlin (ddp.djn). Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr mehr Lehrstellen anbieten als es Bewerber gibt. Das kündigte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, in der «Bild»-Zeitung (Dienstagausgabe) an. «Die Aussichten für die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche sind glänzend. Ende September - zu Beginn des Ausbildungsjahres - wird es, nach jetzigem Stand, erstmals seit 2001 wieder mehr offene Stellen als suchende Jugendliche geben», sagte Braun. Im vergangenen Jahr hatten rund 626 000 Jugendliche per Ende September eine Lehre begonnen.
Grund für die Entwicklung ist laut DIHK vor allem die gute Konjunktur. Dadurch sei der Bedarf an Auszubildenden in den Unternehmen gestiegen.
Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) liegt die Zahl der bereits abgeschlossenen Ausbildungsverträge derzeit 6,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Allerdings befürchtet Verbandspräsident Otto Kentzler, dass viele Schulabgänger nicht ausreichend qualifiziert sind und vor allem Lehrstellen in technischen Berufen nicht besetzt werden können. «Gesucht werden hier vor allem Schulabgänger mit ordentlichen Noten in Mathematik und Naturwissenschaften. Deshalb müssen wir leider befürchten, dass auch in diesem Jahr Lehrstellen unbesetzt bleiben werden», sagte Kentzler. Der Wettbewerb um gute Schulabgänger habe begonnen.
Eine Sprecherin des DGB sagte den ddp/Dow Jones Wirtschaftsnachrichten auf Anfrage, zwar freue man sich über jeden zusätzlichen Ausbildungsplatz, verteile aber keine Vorschusslorbeeren. Die Rechnung des DIHK gehe nämlich nur dann auf, wenn man die 385 000 Altbewerber außer Acht lasse. Dazu sei der DGB aber nicht bereit, denn jeder Jugendliche brauche die Chance auf einen Einstieg ins Berufsleben - unabhängig von der Konjunktur. «Wir fordern die Unternehmen auf, ihr Ausbildungsengagement zu verstärken - nach wie vor bilden nur 24 Prozent aller Betriebe aus - und auch denen eine Chance zu geben, die schon länger auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind», sagte die Sprecherin.
ddp.djn/mbr/nas © ddp
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