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Tiefensee verlangt nach Bestechungsverdacht bei Bahn Aufklärung

ddp) 03.09.2008 18:18:02 - Im Zusammenhang mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen mehrere Manager der Deutschen Bahn wegen des Verdachts der Bestechung hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Aufklärung gefordert. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sei zur Vorlage eines Berichts zu den Verdachtsfällen aufgefordert worden, teilte das Bundesverkehrsministerium am Mittwochabend in Berlin mit.


(live-PR.com) -
Berlin (ddp). Im Zusammenhang mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen mehrere Manager der Deutschen Bahn wegen des Verdachts der Bestechung hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Aufklärung gefordert. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sei zur Vorlage eines Berichts zu den Verdachtsfällen aufgefordert worden, teilte das Bundesverkehrsministerium am Mittwochabend in Berlin mit.
Dabei hob Tiefensee die besondere Verantwortung und Vorbildfunktion eines Unternehmens hervor, das sich zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes befindet. Der Bericht soll sich nicht lediglich auf die derzeit öffentlich diskutierten Fälle erstrecken, sondern generell die Frage unentgeltlicher Leistungen der DB AG umfassen, insbesondere eventueller Zuwendungen an Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hatte am Dienstag mitgeteilt, dass gegen mehrere Bahnmanager sowie hochrangige Beamte des Regierungspräsidiums Darmstadt wegen des Verdachts der Bestechung und der Bestechlichkeit ermittelt werde. Den Beamten werde vorgeworfen, mehrere Tariferhöhungen im Nahverkehr nicht sachgerecht geprüft und diese dann zugunsten der Bahn durchgewinkt zu haben. Als Gegenleistung sollen sie von den Bahn-Managern jahrelang kostenlos Jahresnetzkarten für die 1. Klasse erhalten haben. Diese Bahncard kostet derzeit 5900 Euro.
Die Bahn kündigte am Mittwoch an, bei der Aufklärung mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. «Sollte es hier tatsächlich unrechtmäßige Handlungen gegeben haben, werden wir konsequent reagieren», sagte der Anti-Korruptionsbeauftragte der Bahn, Wolfgang Schaupensteiner.
ddp.djn/rab/iha © ddp




 

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