Wirtschaft & Industrie

Telekom unterrichtete Innenministerium erst kürzlich über Datenklau

ddp) 07.10.2008 07:09:16 - Telekom-Chef René Obermann hat das Bundesinnenministerium nach dessen Angaben erst vor wenigen Tagen über den Diebstahl von 17 Millionen Kundendaten informiert. Beim Krisentreffen im Bundesinnenministerium zum Thema Datensicherheit im Juni habe Obermann nichts vom Verlust der Kundendaten berichtet, sagte eine Ministeriumssprecherin der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. «Wir hatten bis vergangenen Donnerstag keine Kenntnis von den Vorgängen».


(live-PR.com) -
Frankfurt/Main (ddp). Telekom-Chef René Obermann hat das Bundesinnenministerium nach dessen Angaben erst vor wenigen Tagen über den Diebstahl von 17 Millionen Kundendaten informiert. Beim Krisentreffen im Bundesinnenministerium zum Thema Datensicherheit im Juni habe Obermann nichts vom Verlust der Kundendaten berichtet, sagte eine Ministeriumssprecherin der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. «Wir hatten bis vergangenen Donnerstag keine Kenntnis von den Vorgängen».
Auch die eigenen Aufsichtsräte informierte die Telekom bis vor wenigen Tagen nicht über den Datendiebstahl. «Uns wird vieles erst mitgeteilt, wenn Medien berichten», sagte T-Mobile-Aufsichtsrat Ado Wilhelm der Zeitung. «Auch die Öffentlichkeit hätte informiert werden müssen.»
Die Datenbank mit Millionen T-Mobil-Anschlüssen liegt nach Informationen des Blattes immer noch bei dem Erotik-Unternehmer Tobias Huch in Mainz, obwohl sich der Mann bereits 2006 bei der Telekom gemeldet hatte. «Ich habe immer noch alle 17 Millionen Kundendaten», sagte Huch dem Blatt. «Es hat mich sehr verwundert, dass Telekom-Chef Obermann gesagt hat, die Daten seien nicht mehr im Umlauf. Das ist Quatsch. Sie liegen bei mir. Aber ich will sie nicht haben. Für mich sind sie ein Risiko.» Die Telekom habe ihn vor zwei Jahren gebeten, die Daten aufzubewahren. Seitdem habe sich niemand mehr bei ihm gemeldet, sagte Huch.
ddp.djn/mar © ddp




 

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