Spritpreisdiktat führt zu Mitarbeiterabbau bei Tankstellenbetreibern
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29.06.2012 15:30:45 - Österreichs Tankstellenbetreiber geraten zunehmend unter Druck. Grund dafür ist das Verbot, Preise autonom zu kalkulieren. Dabei kann man in Österreich so günstig tanken wie fast nirgendwo in Europa. Der Netto-Dieselpreis ist der drittgünstigste in der EU und Benzin tankt man nur in Rumänien günstiger. Mittlerweile geraten in Wien die kleinen und mittelständischen Tankstellenbetreiber derart unter wirtschaftlichen Druck, dass Arbeitsplätze gestrichen werden müssen. Das führt mittelfristig dazu, dass das Serviceangebot reduziert werden muss - Full-Service-Tankstellen sperren zu, unpersönliche Automatentankstellen werden zunehmen.
"Innerhalb der EU ist Österreich ein Billigspritland - staatliche Preisregulierungen führen jetzt dazu, dass immer mehr Tankstellen zusperren müssen. Jeder Cent, den man den Tankstellenbetreibern abzwingt, geht zulasten der Servicequalität und somit zulasten des Verbrauchers und der Verkehrssicherheit. Denn Dienstleistungen an Servicetankstellen wie beispielsweise Reifendruck kontrollieren, Scheibenreinigung, Ölstandkontrolle sind bei Automatentankstellen nicht verfügbar", sagt Klaus Brunnbauer, Fachgruppenobmann der Wiener Garagen- und Tankstellenunternehmen, und meint weiter "die Politik sollte sich nicht durch billigen Populismus in ihrem Handeln beeinflussen lassen, sondern vielmehr klug im Interesse der Konsumenten, Wirtschaftstreibenden und Tankstellenbetreiber agieren."
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien Dr. Peter Klemens Geschäftsführer Fachgruppe Wien für Garagen-, Tankstellen- und Servicestationsunternehmungen 01 51450 3573 Peter.klemens@wkw.at
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