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Domenik und der Weihnachtskalender


Der vierjährige Domenik freut sich zusammen mit seiner Mutter Desiree G. und Mario Geithe vom Internatsdienst des BFW Leipzig über die Schokoladenkuh aus dem Weihnachtskalender. © M. Lindner, BFW Leipzig

18.12.2017 18:08:10 - Pünktlich 17 Uhr steht Domenik vor der Tür und klopft an. Mario Geithe öffnet dem Vierjährigen seine Bürotür. Domenik und seine Mutter Desiree treten ein. Das kleine Highlight des späten Nachmittags: der Weihnachtskalender.

 

(live-PR.com) -
Desiree G. sitzt seit Januar 2017 wieder auf der Schulbank. Die 26-jährige ehemalige Hotelfachfrau begann damals ihre Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement. Es war ihr Neubeginn, nachdem sie im erlernten Beruf nicht mehr weiterarbeiten konnte. Diagnose: Starke Beeinträchtigungen im Muskel- und Skelettapparat. Über die Agentur für Arbeit wurden ihr mehrere rehaspezifische Umschulungsmöglichkeiten angeboten. Ihre Wahl fiel bewusst auf das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig). Hier konnte die junge Mutter aus der Nähe von Lutherstadt-Wittenberg mit Ihrem kleinen Sohn Domenik wohnen. Ein Internat mit Mutter-Kind-Zimmer machte ihr damals diese Entscheidung leicht. Und: das BFW Leipzig besorgte ihr ganz in der Nähe einen Kindergartenplatz für Domenik. In nur anderthalb Tagen. Perfekte Bedingungen zum Lernen.

Domenik hat sich wie seine Mutter schnell in Leipzig eingelebt. Er ist der heimliche Star im Internat. Quirlig, aufgeschlossen und lächelnd zieht er nicht nur heute mit dem Kalender stolz in den großen Freizeitraum. Auch sonst hat er Spaß im BFW Leipzig. „Er wird von den anderen Internatsbewohnern, alles natürlich Erwachsene, herzlich aufgenommen“, weiß Mario Geithe vom Internatsdienst der Bildungseinrichtung zu berichten. „Nicht nur wir spielen häufig mit ihm auf dem Flur oder im Freizeitraum. Im Sommer haben wir ihm extra ein Trampolin auf die große Wiese gestellt.“ Und so ist Domenik auch heute schnell unterwegs. Aber, erst öffnet er sein Türchen vom Weihnachtskalender. Eine Schokoladenkuh verschwindet schnell in seinem Mund. Doch schon steht er am Billardtisch und schubst mit seinen kleinen Händen die Kugeln in die Löcher.

Dass Domenik sich wohlfühlen kann, liegt nicht nur an dem geräumigen Zimmer, wo er mit seiner Mama noch für ein weiteres Jahr leben wird. Es ist auch der Kindergarten. Schnell habe Domenik dort neue Freunde kennen gelernt, sagt seine Mutter. Mittwochs ist Papa-Tag. Da geht’s in die Sporthalle zum Austoben oder gemeinsam in Familie auf den Leipziger Weihnachtsmarkt. An den Wochenenden kommen oft Oma Ines oder Oma Mandy zu Besuch. Es ist alles fast wie im richtigen Zuhause. Desiree hat auch an den Schwibbogen gedacht und natürlich darf der ganz persönliche und selbstgebastelte Adventskalender auf dem Zimmer nicht fehlen.

All diese Rahmenbedingungen machen es für Desiree leicht, die Umschulung gut zu absolvieren. Auch wenn sie sich für Dominik viel Zeit nimmt, muss, wenn Domenik schläft, gelernt werden. Dann ist es oft erst nach 21 Uhr. Sie möchte mit einem guten Abschluss in den neuen Beruf starten. Dafür bekommt die junge Frau die Unterstützung von Mitumschülern, Dozenten und ihrer Personalberaterin. „Es ist manchmal schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen“, berichtet Desiree. „Ich bin auf einem guten Weg und alle zeigen Verständnis für die Situation.“ Viele im Internat kümmern sich um Domenik, wenn sie sich auf Projekte vorbereiten muss. „Domenik weiß, dass er immer zu uns kommen kann“, erzählt Mario Geithe. Aber auch Mitbewohner sind dann für den Jungen da. Brett- und Kartenspiele sind sehr beliebt.

Am 20. Dezember wird Domenik zum letzten Mal in diesem Jahr um 17 Uhr vor der Tür des Internatsdienstes stehen. Dann darf er die letzten fünf Türchen am lila Weihnachtskalender alle auf einmal öffnen, hat Mario Geithe verraten. Anschließend geht es für ihn und seine Mama Desiree in die verdienten Ferien über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:
BFW Leipzig, berufliche Rehabilitation, Kauffrau für Büromanagement, Internat, Internatsdienst, Kinderbetreuung, Mutter-Kind-Zimmer

BFW Leipzig
Über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück in ein erfülltes Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz, Döbeln, Plauen und Zwickau zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Michael Lindner
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Autor:
Michael Lindner
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Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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