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Politik
Verurteilungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung
und Sachbeschädigung - Schüsse auf Hausmeister Mutmaßlicher Rabbiner-Angreifer wegen Gewalttaten vorbestraft © AP 19.09.2007 14:55:15 -
(live-PR.com) - Frankfurt/Main (AP) Vor der Messerattacke auf einen Frankfurter Rabbiner stand der mutmaßliche Täter bereits zwei Mal wegen Gewaltdelikten vor Gericht. Erst im Januar dieses Jahres war der 22-Jährige von einem Jugendrichter in Frankfurt-Höchst verwarnt und wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt worden, wie ein Sprecher des Frankfurter Amtsgerichts am Mittwoch mitteilte. Im Mai habe das Gericht zudem einen Strafbefehl über 600 Euro wegen Körperverletzung und Bedrohung erlassen.
Das Amtsgericht verurteilte den Mann, weil er in seinem Wohnhaus in Hattersheim bei Frankfurt einen Aufzug demolierte. Später sprach ihn der Hausmeister an und forderte Geld für die Reparatur. Der 22-Jährige zog daraufhin einen Schreckschussrevolver und schoss vier Mal auf den Mann, wobei dieser an der Wange getroffen worden sei. Am folgenden Tag bedrohte der 22-Jährige zwei Nachbarn mit einem Messer und sagte, er habe bereits am Tag zuvor einen Nachbarn getötet.
Im Mai dieses Jahres wurde der Messerstecher wegen eines Angriffs in einem Bus verurteilt. Er schlug nach Überzeugung des Richters einem Fahrgast mit der Faust ins Gesicht, weil dieser ihn gebeten hatte, zur Seite zu gehen. Als der Busfahrer die Polizei rufen und die Tür nicht öffnen wollte, bedrohte der 22-Jährige ihn mit dem Messer und den Worten «Ich stech' dich ab». Dann öffnete er die Tür gewaltsam und flüchtete.
Der Mann war am Freitag vergangener Woche wegen der Messerattacke auf den Rabbiner Zalman Gurevitch verhaftet worden. Er gab die Tat zu, sagte aber aus, der Rabbiner habe ihn bedroht und er selbst habe sich nur gewehrt.
Gurevitch ist nach Angaben der Jüdischen Gemeinde auf dem Weg der Erholung. «Nach den verschiedenen Operationen geht es ihm Gott sei Dank bedeutend besser», sagte Geschäftsführer Stefan Szajak der Nachrichtenagentur AP. Der Rabbiner sei jedoch noch immer im Krankenhaus und könne die Klinik voraussichtlich erst in einer Woche verlassen.
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