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Wirtschaft & Industrie
Dennoch erstmals drei österreichische Unternehmen unter den
TOP-100 in Europa Mitarbeiterbeteiligung bleibt in Österreich unter EU-Schnitt © OTS 26.05.2008 10:26:33 - Anlässlich der aktuell präsentierten Daten über die finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa gratuliert das Aktienforum seinen Mitgliedern voestalpine, OMV und Erste Bank, die in Europa mit ihren Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen zu den TOP-100 zählen. Das stetig steigende Wachstum von Beteiligungsprogrammen in Europa unterstreicht die Forderung des Aktienforums die Rahmenbedingungen in Österreich weiter zu verbessern.
(live-PR.com) - "Es ist ein großartiges Zeichen für die positive Entwicklung der Mitarbeiterbeteiligung in Österreich, dass nun bereits drei heimische Unternehmen unter den TOP-100 Unternehmen der EFES-Rangliste liegen ", stellt Mag. Markus Fichtinger, Geschäftsführer des Aktienforums, anlässlich der im Rahmen der 7. EFES Konferenz in Brüssel präsentierten Daten über die finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa, fest. Die Europan Federation of Employee Shareownership (EFES) erhebt jährlich aus einem Pool von 2.300 Unternehmensgruppen jene 100 Unternehmen mit den größten wertmäßigen Beteiligungen der Arbeitnehmer. Die voestalpine nimmt dabei als bestes heimisches Unternehmen den 44. Platz ein (im Vorjahr 65), die OMV folgt auf Rang 56 (im Vorjahr nur 1.506) und die Erste Bank liegt an hervorragender 63. Stelle (188). An diesen drei Unternehmen halten die Mitarbeiter Beteiligungen mit einem Gesamtwert von Euro 2,1 Mrd., was knapp Euro 18.000 pro Arbeitnehmer entspricht. "Die Mitarbeiterbeteiligung ist ein Teil der Lösung für das oft kritisierte auseinanderklaffen von Arbeits- und Kapitaleinkommen. Im europäischen Schnitt haben 80% der börsenotierten Unternehmen eine Form der Mitarbeiterbeteiligung. In Österreich besteht weiter Aufholbedarf, da dieser Anteil erst bei 50% liegt," so Fichtinger weiter. Die USA sind hier sogar noch progressiver: 108 Mio. Arbeitnehmer, davon etwa 11 Mio. allein durch sogenannte ESOP-Programme, sind an ihren Unternehmen (ca. 10.000) beteiligt. ESOPs sind steuerlich geförderte Beteiligungsmodelle für Arbeitnehmer an vor allem nicht-börsenotierten Unternehmen und werden oftmals in Zuge von Unternehmensnachfolgen eingesetzt.
Um den internationalen Anschluss nicht weiter zu verlieren, müssen die Entwicklungen in anderen Ländern genau beobachtet werden. So hat Slowenien kürzlich den Steuerfreibetrag für Mitarbeiterbeteiligungen auf Euro 5.000 pro Jahr erhöht. In den USA können sich seit 1984 die Arbeitnehmer mittels ESOPs an ihren Unternehmen beteiligen und bis zu 100% der Anteile mit steuerlichen Begünstigungen erwerben. "Wir brauchen auch in Österreich mehr politischen Mut um die Mitarbeiterbeteiligung weiter auszubauen, da über 50.000 Unternehmen in den nächsten Jahren einen Nachfolger suchen. Die Politik hat daher auch attraktive Beteiligungsmodelle für Arbeitnehmer anzubieten, wobei die Steuerreform 2010 eine große Chance dazu bietet. Anstatt über die unseelige Vermögenszuwachssteuer nachzudenken, sollte die Steuerreform-Kommission auf Basis internationaler Benchmarks attraktive Modelle für Mitarbeiterbeteiligungen in börsenotierten Unternehmen und KMU erarbeiten," so Fichtinger abschließend.
Rückfragehinweis:
Aktienforum - Österreichischer Verband f. Aktien-Emittenten und -Investoren Mag. Markus Fichtinger, Geschäftsführer Lothringerstraße 12 1030 Wien Tel.: +43/1/71135 - 2345 Email: m.fichtinger@iv-net.at www.aktienforum.org Büro Brüssel Rue du Luxembourg 23/2 1000 Bruxelles Tel.: +32 2 5022264 Fax.: +32 2 50301 65
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OTS0073 2008-05-26/10:23
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