Nachrichten

Medizinrecht und Arzthaftungsrecht



05.11.2017 13:35:55 - Top-Anwälte Ciper & Coll. weiter auf Erfolgskurs vor dem Landgericht Potsdam und Landgericht Dresden. Einzelheiten von Rechtsanwalt Dr. Dirk C. Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht

 

(live-PR.com) -
I.
Landgericht Potsdam – vom 02.10.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Unterschenkelfraktur mittels Osteosynthese, LG Potsdam, Az. 11 O 158/12


Chronologie:
Die Klägerin zog sich eine sprunggelenksnahe Fraktur des rechten Unterschenkels zu, die zweiseitig osteosynthetisch versorgt wurde. Nach Belastungsfreigabe kam es zum Implantatversagen und dadurch zu einem massiven Sturz. Die zu frühe Belastungsfreigabe resultierte daraus, dass der beklagte Arzt die angefertigten Röntgenbilder nicht dem Facharztstandard entsprechend korrekt auswertete. Wäre das gemacht worden, hätte der Arzt erkannt, dass eine Knochenheilung nicht eingetreten war und keinesfalls eine Vollbelastung angeordnet werden durfte.

Verfahren:
Das Landgericht Potsdam hat den Vorfall mittels sachverständiger Hilfe aufarbeiten lassen. Im Rahmen der Beweisaufnahme gelang es dem sachbearbeitenden Rechtsanwalt Daniel C. Mahr, LLM, eine hohe Abfindungssumme zu erzielen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
In Arzthaftungsprozessen holen Gerichte grundsätzlich fachmedizinische Gutachten ein, da die befassten Richter nicht über die adäquate fachmedizinische Kompetenz verfügen, einen medizinischen Sachverhalt selber zu bewerten. Kommt der Sachverständige im Ergebnis zu einer Fehlbehandlung, schlagen Gerichte sodann gerne eine vergleichsweise Klärung vor, um den Rechtsfrieden wiederherzustellen, so wie hier, meint Rechtsanwalt Daniel Mahr LLM.


II.
Landgericht Dresden vom 17.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nagelung nach distaler Humerusschaftfraktur, LG Dresden, Az.: 6 O 2146/16


Chronologie:
Der Kläger zog sich in 2011 beim Armdrücken eine dislozierte distale Humerusschaftfraktur rechts zu. Er stellte sich am selben Abend in der Notaufnahme der Beklagten vor. Diese stellte die Indikation eines operativen Eingriffs mittels Marknagels. Seither leidet der Kläger unter Bewegungs- und Funktionsstörungen der Hand.

Verfahren:
Das Landgericht Dresden hatte den Vorfall bereits im Vorprozess (Az.: 6 O 616/14) gutachterlich hinterfragen lassen und die Beklagte zur Zahlung von 5.000,- Euro verurteilt, sowie festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet sei, alle weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft zu zahlen. Da der Versicherer der Beklagten zu weiteren Zahlungen nicht bereit war, musste der Kläger erneut gerichtliche Hilfe beanspruchen. Das Gericht schlug den Parteien einen Vergleich einer weiteren Abstandssumme im vierstelligen Bereich vor, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Es ist bedauerlich, dass erneut das Gericht trotz der klaren Sachlage bemüht werden musste, da der Versicherer nicht regulieren wollte. Das stellt aber auch keinen Einzelfall dar, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt D.C. Mahr, LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.





Presse-Information:
Ciper & Coll.



Kontakt-Person:


E-Mail: e-Mail


 

Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
E-Mail Article
Print Article