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Wirtschaft & Industrie
Letzte Schicht im Bochumer Nokia-Werk (© ddp) 16.05.2008 11:40:54 - Im Nokia-Werk Bochum ist die Produktion eingestellt worden. Am Freitag hätten rund 1600 Mitarbeiter ihre Arbeitspapiere und -kleidung abgegeben, sagte die Betriebsratsvorsitzende des Werks, Gisela Achenbach. Ab der kommenden Woche sollen noch rund 150 Mitarbeiter mit der endgültigen Abwicklung der Handy-Fabrik beschäftigt sein. Ende Juni schließt das Werk dann offiziell.
(live-PR.com) - Bochum (ddp). Im Nokia-Werk Bochum ist die Produktion eingestellt worden. Am Freitag hätten rund 1600 Mitarbeiter ihre Arbeitspapiere und -kleidung abgegeben, sagte die Betriebsratsvorsitzende des Werks, Gisela Achenbach. Ab der kommenden Woche sollen noch rund 150 Mitarbeiter mit der endgültigen Abwicklung der Handy-Fabrik beschäftigt sein. Ende Juni schließt das Werk dann offiziell.
Von den ursprünglich 2300 Beschäftigten werden rund 250 Mitarbeiter in der unter neuer Leitung weitergeführten Abteilung Automotive Business Line (ABL), die Handyzubehör für Autos fertigt, weiter Beschäftigung finden. Darüber hinaus wird erwartet, dass Nokia-Beschäftigte beim kanadischen Blackberry-Hersteller RIM neue Anstellungen finden. RIM will in Bochum sein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum errichten und mittelfristig bis zu 500 Arbeitsplätze schaffen. Überdies würden derzeit noch von Nokia und der Landesregierung weitere Gespräche mit potenziellen Investoren geführt, sagte Achenbach. Sie hoffe, dass weitere Unternehmen in Bochum aktiv werden und am Standort investieren.
Nokia hatte Mitte Januar die Schließung des Bochumer Werks angekündigt, weil die Produktion in eine neue Fabrik in Rumänien verlagert wird. Die Schließung hatte bundesweit für Diskussionen gesorgt. In Bochum kam es zu zahlreichen Demonstrationen. Nach Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall hatte sich der finnische Handy-Hersteller bereiterklärt, rund 200 Millionen Euro für die Schließung des Werks bereitzustellen. Davon entfallen 185 Millionen Euro auf die Abfindungen und 15 Millionen Euro auf eine Transfergesellschaft.
ddp/mbo/mbr © ddp
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