Gesundheit & Medizin

Konferenz zu Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen



10.10.2017 18:13:54 -

 

(live-PR.com) -
Internationale Konferenz über Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen: Ergebnisse der europäischen multizentrischen FemNAT-CD-Studie

Freitag, 26. Januar 2018, 09:00 – 16:00 Uhr
Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Casino - Campus Westend
Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt am Main

Nach vier Jahren intensiver Forschung und Zusammenarbeit stellt das EU-geförderte Forschungsprojekt FemNAT-CD seine Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Die multizentrische Studie hat die zugrunde liegenden Mechanismen von Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen und jungen Frauen (neun bis 18 Jahren) erforscht mit dem Ziel, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für diese Beeinträchtigung zu entwickeln. Die Europäische Union hat die FemNAT-CD-Studie über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit fast sechs Millionen Euro gefördert.

Die Anzahl der Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens - also schweren antisozialem Verhalten und Aggressionen - steigt in westlichen Gesellschaften zunehmend an. Innerhalb der Europäischen Union leiden etwa zwei Prozent der Mädchen und jungen Frauen im Alter von neun bis 18 Jahren darunter. Typische, mit der Erkrankung einhergehende Konflikte sind Teenager-Schwangerschaften, Integrationsschwierigkeiten im Arbeitsleben, Drogenmissbrauch, Kriminalität und chronische geistige und physische Gesundheitsprobleme.

Auf der Suche nach Auslösern
Um die Mechanismen, auf denen die Störung basiert, zu erforschen und neue Therapieansätze zu ermöglichen, hat die FemNAT-CD-Studie eine einzigartige, groß angelegte und multidisziplinäre Untersuchung durchgeführt. Deren Inhalt war dabei die nähere Betrachtung der genetischen Risikofaktoren, Umwelteinflüsse auf die Störung, Veränderungen in der Gehirnstruktur und -funktion sowie die Untersuchung, ob Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens erhöhte Probleme mit der Erkennung und Regulation von Emotionen haben.
Darüber hinaus wurde in Jugendhilfeeinrichtungen die Wirksamkeit einer neuen, evidenzbasierten Intervention untersucht, die die Gefühlsregulierung und -kontrolle von Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens verbessern soll.

Besseres Verständnis für die Störung erlangt
Prof. Christine Freitag, Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Goethe-Universität Frankfurt und Koordinatorin des Projekts: „Im Laufe der vergangenen vier Jahre haben wir Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen intensiv untersuchen können und verstehen diese nun sehr viel besser. Wir haben einen fundierten Einblick in die die Störungen veranlassenden genetischen und neurologischen Mechanismen bekommen. Heute wissen wir mehr über die Rolle des Autonomen Nervensystems sowie des Stresshormonsystems. Zudem sind wir nun in der Lage, das spezifische klinische Krankheitsbild und die Bedürfnisse der Betroffenen besser zu beschreiben. Die Ergebnisse der Studie dienen als Grundlage für die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten bei Störungen des Sozialverhaltens.“

Konferenz präsentiert der Öffentlichkeit die Ergebnisse
Am Freitag, den 26. Januar 2018 präsentieren die Projektpartner erstmals einem breiten Publikum ihre bisherigen Ergebnisse. Neben der Präsentation der Studie ist es Ziel der Konferenz, eine offene Diskussion darüber zu führen, wie das bestehende europäische Gesundheitssystem und wie Jugendhilfeeinrichtungen verbessert werden können, damit Betroffenen und deren Familien besser geholfen werden kann. „Wir sehen diese Konferenz als eine Chance, zusammen die aus der Studie resultierenden Schritte zu erörtern und konrete Wege zur Verbesserung der aktuellen Situation zu definieren“, so Prof. Freitag. „Darüber hinaus wollen wir die Probleme und Herausforderungen näher beleuchten, denen wir in diesem europäischen Projekt begegnet sind.“

Die Konferenz wird auf Englisch und in zwei Teile aufgeteilt sein: Eine Einführung in die FemNAT-CD-Studie durch Projektpartner am Vormittag und eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten und anschließende eine offene Diskussion am Nachmittag. Eingeladen sind alle, die am Thema interessiert oder im Bereich der Störungen des Sozialverhaltens tätig sind: Patienten und deren Angehörige, Psychotherapeuten, Psychologen, Psychiater, Sozialarbeiter in Jugendhilfeeinrichtungen, Wissenschaftler, Patienten- und Elternorganisationen sowie Politiker. Detaillierte Informationen zur Konferenz folgen.

Europäisches Netzwerk
Die FemNAT-CD-Studie wird seit September 2013 von der Europäischen Union im siebten Forschungsrahmenprogramm (FP7) gefördert. Projektpartner sind: Goethe-Universität Frankfurt, Uniklinik RWTH Aachen, Stichting VUmc Amsterdam, University of Southampton, Universität Basel, Universität Heidelberg, University of Birmingham, Universität Regensburg, Fundación Vasca De Innovación E Investigación Sanitarias (BIOEF/Osakidetza), Szegedi Tudományegyetem, National and Kapodistrian University of Athens, Varionostic GmbH, DAACRO GmbH & Co KG, Cardiff University, ARTTIC SAS und GenXPro.

Weitere Informationen:
www.femnat-cd.eu
www.twitter.com/femNATCD

Projekt: Prof. Christine M. Freitag
Projektkoordinator, Goethe-Universität Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 54 08 / E-Mail: C.Freitag@em.uni-frankfurt.de

Konferenzorganisation: Dr. Monika Maaß
Projektmanagement, ARTTIC S.A.S.



Kontaktinformation:
ARTTIC



Kontakt-Person:
Verena von Scharfenberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: e-Mail



Autor:
Verena von Scharfenberg
e-mail
Web: http://www.arttic.eu
Telefon: +49 89 248 83 03-40


 

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