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"Eine Antwort auf das Warum werdet ihr nie bekommen." Kiel: Prozess um die Mutter die ihre fünf Kinder in Darry tötete
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| In diesem Haus in Darry an der Ostseeküste ereignete sich das Familiendrama(TT) |
28.06.2008 16:15:01 - Der Fall der fünf toten Kinder aus Darry schockierte ganz Deutschland. Jetzt muss ein Gericht klären, ob Steffi K. ihr Leben lang in die Psychiatrie muss...
(live-PR.com) - Steffi K. hat ihre fünf Kinder getötet. Erst verabreichte sie ihnen Schlafmittel, dann erstickte sie sie mit Plastiktüten. Die Tat hat die 32-Jährige gestanden, doch wie schuldfähig ist die Frau, die an paranoider Schizophrenie leidet, sich von Dämonen aus dem Jenseits verfolgt fühlt? Das muss nun das Kieler Landgericht klären.
Vor Gericht äußerte sich die Mutter nicht. Vom Vorsitzenden Richter Jörg Brommann verlesene schriftliche Einlassungen und Briefe der Beschuldigten gaben jedoch Einblick in ihr Seelenleben. Laut Staatsanwaltschaft leidet Steffi K. an paranoider Schizophrenie und ist daher unfähig, das Unrecht ihrer Taten einzusehen. In dem Verfahren geht es darum, ob sie dauerhaft in der Psychiatrie bleibt.
Regungslos vernahm die 32-Jährige am Nachmittag die Anklage. Von Steffi K. seien weitere erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten, weshalb sie für die Allgemeinheit gefährlich ist, sagte Staatsanwalt Michael Bimler. Die Beschuldigte habe sich durch eingebildete Personen aus dem Jenseits verfolgt gefühlt, insbesondere einer gewissen Natalie, vor der sie sich selbst wie auch ihre Söhne habe im Jenseits schützen wollen. So habe sie den Jungen vermutlich in den späten Abendstunden des 4. Dezember zunächst Schlafmittel verabreicht und, als diese nicht wie erwartet anschlugen, ihnen nacheinander Mülltüten über den Kopf gestülpt und sie - teils trotz Gegenwehr - erstickt.
In einem Brief, den sie kurz nach der Tat im Wartezimmer einer psychiatrischen Klinik aufsetzte, schrieb die ausgebildete Kinderpflegerin, ihre Kinder hätten friedlich einschlafen und auf der anderen Seite aufwachen sollen. Ich habe solche Angst, ich kann es nicht erklären, niemand glaubt mir, heißt es in dem Schreiben weiter, das Steffi K. am 5. Dezember dem Aufnahmearzt der Klinik überreichte und das Richter Brommann vor Gericht verlas. Ich liebe meine Kinder, ich wollte das nicht, schrieb die damals 31-Jährige. Es tut mir so leid, ich wollte sie doch nur beschützen"
Mann bricht im Gerichtssaal mehrfach in Tränen aus
In einem Vernehmungsversuch bei der Polizei, wo Steffi K. sich ebenfalls nur schriftlich äußerte, schrieb diese von heftigsten Albträumen, mit denen Natalie sie seit zwei Jahren gequält habe. Diese habe gedroht, auch ihren Kinder das Leben zur Hölle zu machen. Dem vom Landgericht bestellten psychiatrischen Gutachter sagte die 32-Jährige, Natalie sei sowas wie ein Dämon in Menschengestalt. Die Bedrohung sei immer massiver geworden, so dass sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe. So habe sie am 4. Dezember Schlaf- und Schmerzmittel gekauft, ein Kindervideo, Milchreis und für ihren Mann Michael - den Vater der drei Jüngeren - im Reisebüro ein Ticket für den nächsten Zug nach Berlin. Michael K., der in dem Prozess als Nebenkläger auftritt, brach angesichts der Schilderungen mehrfach in Tränen aus.
Sie habe ihren Kindern keine Schmerzen zufügen wollen, hieß es in der von Brommann verlesenen Stellungnahme der Frau weiter. Als die Schlafmittel aber nicht wirkten, habe sie wie fremdgesteuert und in Trance den ersten Müllsack geholt und zuerst ihren sechsjährigen Sohn erstickt, dann nacheinander die anderen. Der Versuch, anschließend mit einem Skalpell ihre Pulsadern zu öffnen, sei missglückt, weshalb sie ins Krankenhaus gefahren sei.
Die Vorgeschichte dieser Familientragödie versuchte das Gericht mit Hilfe der polizeilichen Aussage von Steffi K.s Mutter zu ergründen. Laut einer Kriminalbeamtin bezeichnete die 61-jährige Erzieherin Steffi als schwieriges Kind. Ihre Tochter habe zwischenzeitlich die Schule abbrechen wollen, zwei Lehren für ihren Traumberuf Verkäuferin nicht beendet. Irgendwann habe Steffi plötzlich davon berichtet, dass sie Stimmen höre. Mit ihren Kindern sei sie aber nicht bösartig, sondern scheinbar sehr gut umgegangen, sagte die 61-Jährige. In dem Prozess werden noch ungefähr zehn weitere Zeugen gehört. Der nächste Verhandlungstermin ist der 17. Juli. Quelle: RTL - online
Timo Tasche meint: Die Frau ist psychisch krank. Manchmal muss man die Frage nach dem Warum einfach stehen lassen. Eine rationale Antwort wird es wohl nie geben. Und somit bleiben wir am Ende ratlos.
Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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