Gesundheit & Medizin


Der Wissenschaftsminister über seinen Hochschulplan

Karlheinz Töchterle im NEWS-Interview: "Es wird welche geben, für die einfach kein Platz da ist."



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08.02.2012 12:11:04 - Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle erläutert in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS Details seiner Hochschulreformpläne, die zu Debatten mit Hochschülerschaft und Unis führen werden. Zunächst bekennt sich der Minister zu Studienplatzbeschränkungen. "Der Staat soll mitreden, wieviele Studienplätze finanziert werden. Die Uni soll entscheiden, wie sie die Leute auswählt. Ich wünsche mir, dass die Eingangsverfahren prognosestark und gerecht sind. Man muss ehrlichsagen: Es wird immer welche geben, die die Voraussetzungen erfüllen, aber für die einfach kein Platz da ist. Aber so eine Entscheidung ist ja nicht für die Ewigkeit. Man kann ein ähnliches Fach anfangen und später wechseln, wenn man etwas unbedingt studieren will."

 

(live-PR.com) -
Knackpunkt in den Gesprächen mit Rektoren und Professoren wird Töchterles Vorhaben, das Angebot der österreichischen Universitäten zu durchforsten und aufeinander abzustimmen. Der Minister: "Man wird bei kleinen Fächern mit den Unis überlegen, ob man alle Standorte braucht. Wobei natürlich alle, die ein Studium begonnen haben, es dort zu Ende führen können."


Weiters will der Minister das Tempo der Studierenden erhöhen. "Wir wollen über die Leistungsvereinbarungen mit den Unis honorieren, wenn Studierende, die weniger als acht ECTS-Punkte pro Semester machen, aktiviert werden. Eine Maßnahme, die die Unis da setzen können, ist Qualitätsverbesserung. Schlechte Qualität und der damit verbundene Frust in Massenstudien ist ein Grund, warum nicht studiert wird. Außerdem werden wir Unis finanziell belohnen, wenn sie mehr AbsolventInnen haben. Das werden Studierende durch offensivere und schnelle Prüfungs- und Abschlussgestaltung spüren. Als Minister, der öffentliche Gelder verwaltet, muss ich dem Effizienzgedanken huldigen, auch wenn er sich manchmal mit dem universitären Gedanken beißt."


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