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Applaus für einen jungen Versöhner 17. Juni: Abschluss des diözesanen Ergänzungsprozesses zum Seligsprechungsverfahren für Josef Engling
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| Josef Engling, vermutlich im Jahr 1917, mit Pater Josef Kentenich |
06.06.2008 22:19:05 - Wenige Wochen nach der großartigen Seligsprechungsfeier für Mutter Rosa Flesch im Trier Dom wird am 17. Juni wird in Trier die diözesane Ergänzungsuntersuchung im Seligsprechungsprozess für Josef Engling geschlossen. Mutter Rosa Flesch ist am Ort Schönstatt geboren, Josef Engling ist dort zu einem Menschen geworden, der, wie Elmar Busse sagt, „den Applaus der Kirche verdient, an dem sich dann viele anderen motivieren können, weiter zu laufen“.
(live-PR.com) - „In den letzten Monaten wurde kräftig gearbeitet. Die Sammlung von Dokumenten über Josef Engling, sein Leben und Wirken sowie die weltweite Nachwirkung ist auf einen Umfang von über 6000 Seiten angewachsen. Sie wurde ausgedruckt, paginiert und von der Notarin in Trier gestempelt und unterschrieben“, erläutert Pater Dr. Joachim Schmiedl, Vize-Postulator im Seligsprechungsprozess. „Von den insgesamt vier Exemplaren dieser Dokumentation werden zwei nach Rom geschickt, eines bleibt in Trier und eines in Schönstatt. Jetzt müssen noch die Akten des Prozesses, also alle Zeugenvernehmungen und offiziellen Schriftstücke, in die richtige Reihenfolge gebracht, ebenfalls gestempelt und unterschrieben sowie eine italienische Übersetzung davon angefertigt werden. Wenn der Bischöfliche Delegat die Erklärung abgegeben hat, dass kein unrechtmäßiger liturgischer Kult betrieben wird, kann der Prozess abgeschlossen werden."
Dieser Akt wird stattfinden am Dienstag, 17. Juni 2008, 18.00 Uhr im Gotischen Saal des Kreuzgangs am Trierer Dom. Der Diözesanadministrator, Weihbischof Robert Brahm, hat sich diesen Termin reserviert und wird der letzten Sitzung vorstehen. Im Laufe dieser Sitzung wird der Prozess geschlossen, die Akten und Dokumente versiegelt und "reisefertig" für Rom gemacht. Dort werden sie Ende September übergeben.
"Im Jahr des 110. Geburtstags und des 90. Todestags, den wir am 03./04. Oktober in Merville und Cambrai begehen werden, sowie 40 Jahre nach dem Tod seines geistlichen Vaters, P. Joseph Kentenich, ist der Abschluss des Diözesanprozesses für Josef Engling eine ganz besondere Freude", so Pater Schmiedl.
Dieser junge Mann, geboren im heute polnischen Ermland, im Alter von nur 20 Jahren in der Nähe von Cambrai, Frankreich, als Soldat ums Leben gekommen – er hat eine Ausstrahlungskraft bis heute, vor allem in zwei Dimensionen: Junge Menschen finden in der Begegnung mit ihm ihre Berufung und die Kraft, Lebensentscheidungen zu treffen. Zahlreiche Ehen, Priesterberufungen und Entscheidungen zum Leben im Sinne der evangelischen Räte gehen auf Begegnungen mit Josef Engling zurück. Die andere Dimension ist nicht weniger aktuell. Ausgerechnet dieser junge deutsche Soldat ist Brückenbauer einer tiefen Versöhnungsbewegung zwischen Franzosen und Deutschen geworden. Wenn etwa französische Christen in dem im Ersten Weltkrieg komplett zerstörten Merville sich für eine Gedenkstätte für diesen Josef Engling auf dem Territorium ihrer Pfarrei einsetzen und dort mit Deutschen zusammen Versöhnung und Frieden feiern, dann hat das 90 Jahre nach dem Tod dieses jungen Mannes Signalcharakter.
Die Schönstatt-Bewegung feiert am 17. Juni 2008 um 16.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Antonius in Trier einen Gottesdienst im Gedenken an Josef Engling, zu dem alle herzlich eingeladen sind, ebenso zum anschließenden Abendimbiss und Begegnung am Schönstatt-Heiligtum in Trier (Reckingstraße, nahe Südbahnhof). Die Delegation, die am Abschluss im Gotischen Saal teilnimmt, wird danach dort „live“ berichten.
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