Wirtschaft & Industrie

Juncker: EU-Staaten werden Marktstabilität gewährleisten

ddp) 07.10.2008 08:51:08 - Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden nach Aussage des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, die Stabilität der Finanzmärkte gewährleisten. Daher müssten Zusammenbrüche von Banken und Versicherungen verhindern werden, die für das gesamte System wichtig seien, sagte Luxemburgs Premierminister und Finanzminister am Montag im Anschluss an das Treffen der Finanzminister des Euroraums (Eurogruppe).


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Brüssel (ddp.djn). Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden nach Aussage des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, die Stabilität der Finanzmärkte gewährleisten. Daher müssten Zusammenbrüche von Banken und Versicherungen verhindern werden, die für das gesamte System wichtig seien, sagte Luxemburgs Premierminister und Finanzminister am Montag im Anschluss an das Treffen der Finanzminister des Euroraums (Eurogruppe).
«Wir haben uns darauf geeinigt, alles notwendige zu tun, um den Zusammenbruch von Finanzinstituten von systemischer Wichtigkeit zu verhindern», sagte Juncker. Dabei würden die Maßnahmen für grenzüberschreitende Institute zwischen den Ländern koordiniert, gehandelt werde aber weiter auf einer nationalen Ebene.
In Europa ist die Bankenaufsicht national organisiert, so dass jedes Land individuelle Maßnahmen gegen die Finanzkrise ergreifen muss. Bei einem Spitzentreffen am Samstag hatten sich die Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien bereits darauf geeinigt, dass sich die Länder bei der Hilfe für angeschlagene Banken abstimmen wollen.
Staatliche Interventionen sollten Juncker zufolge zeitlich begrenzt sein. Die EU-Staaten sollten mit den Geldern ihrer Steuerzahler vorsichtig umgehen. Im Weiteren sagte Juncker, die EU werde ihre Regeln des Stabilitätspakts wegen der Finanzkrise nicht ändern. Die Regeln sähen bereits ausreichend Flexibilität für wirtschaftlich schwierige Situationen vor.
Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, ermahnte die Mitgliedstaaten der EU, die Zahlungsfähigkeit der Finanzinstitute zu gewährleisten. Die EZB sei bereit, weiterhin die Geldmärkte mit zusätzlicher Liquidität zu versorgen, versicherte Trichet.
ddp.djn/mwo © ddp




 

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