Tierschutz in Europa
Haben Hunde in Italien kein Recht zu Leben
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10.01.2010 14:44:15 - Mitglied der Pfotenhilfe-Europa kämpft verzweifelt für die Hunde in Italien
(live-PR.com) -
Die Situation der Straßenhunde in vielen europäischen Ländern ist eine Katastrophe. Jährlich werden in Europa etwa eine Million Straßenhunde umgebracht, lebend erhängt, vergiftet, überfahren, erschossen, oder sie verhungern auf der Straße oder in Tierheimen, die diesen Namen nicht verdienen. Die Überpopulation ist menschengemacht, da viele Haushunde ausgesetzt werden, allein in
Italien 135.000 Hunde jedes Jahr.
Italien ist hier Spitzenreiter.
Nur ca.8% diese Hunde sind gekennzeichnet und gechippt, so dass 92% der ihre Hunde aussetzenden Besitzer straffrei ausgehen. Italien hat zwar keine Tötungsstationen wie viele andere Länder, aber hier hat sich ein krimineller Geschäftszweig entwickelt, der den Betreibern der „Canili“ sehr viel Geld einbringt.
Sicherlich gibt es vereinzelt durchaus gute Tierheime und auch viele italienische Tierschützer, die ihr letztes Hemd für diese Hunde ausgeben. In den meisten dieser Tierlager ( vor allem im Süden Italiens - aber leider nicht nur dort ) findet aber ein „Slow-Kill“ unglaublichen Ausmaßes statt-
Ein Beispiel ist das Lager Cicerale/Salerno, in dem 97 Prozent der Hunde verhungerten :
Italien hat ein sehr gutes Tierschutzgesetz, das aber nur auf dem Papier steht. Der Menefregismo (die Gleichgültigkeit ), das Nicht-prophylaktische Denken, das Problem lieber an der Wurzel zu packen (Kastrationen, AUSSPRECHEN von Strafen beim Aussetzen und konsequente Kennzeichnung aller Haustiere ) kommt dazu, man begnügt sich mit dem Wegsperren und sieht nicht, dass die Straßenhunde immer mehr werden. Verantwortlich dafür ist hingegen nicht DER Italiener, sondern die nicht effektiv handelnden Politiker und verantwortlichen Betreiber.
Dr.Roland Eichler ( Mitglied der Pfotenhilfe-Europa),Allgemeinmediziner und Facharzt für Hömeopathie , setzt sich schon seit Jahren aktiv für die Tierschutzarbeit in Italien ein und gab in einem Interview einen kurzen Einblick auf die geplanten Projekte:
Es ist geplant, mit der Pfotenhilfe Europa, eine italienweite Protestaktion durchzuführen.Ein entsprechender Protestbrief, den wir dann an alle italienischen Politiker, an das EU-Parlament, an die Konsulate, an die Medien, an prominente Italiener, an die italienische Tierärztekammer etc. schicken werden, wird z.Zt. erarbeitet.
Außerdem ist geplant, im Mai 2010 eine Protest-Omnibusfahrt zusammen mit unserer Partner Organisation CICTO nach Apulien durchzuführen.
Wir arbeiten zusammen mit Tierschutzorganisationen, die sich für Italien einsetzen und fördern die Verbreitung von Informationen, Unterschriftslisten und Petitionen"
Das Ziel der Petition Stopp der Hundehölle in Apulien ist Prophylaxe, das heißt:
Kastrationen unentgeltlich und zwingend für alle (außer ausgewiesene Züchter),
Wiederaussetzen von kastrierten Straßenhunden (wo dies möglich ist),
Kennzeichnung aller Haushunde obligatorisch,
für Hunde in Tierheimen: ausreichend Futter und Wasser, artgerechte Unterbringung, Öffnungszeiten, um Adoptionen zu ermöglichen,
Auslauf für die Hunde schaffen und tierärztliche Versorgung bei Krankheit/Verletzung. Kastrationen auch in den Tierheimen. Kontrollmöglichkeiten von außen. Abschaffung der finanziellen Bereicherung. Konsequente Bestrafung des Aussetzens von Haushunden und die Kontrolle der Kennzeichnung.
Im April 2010 wird eine entsprechende Aktion in Italien veranstaltet , bei der dann die Petition dem Regierungschef von Apulien übergeben wird.
ber/phu
| Kontaktinformation: Pfotenhilfe-Ungarne.V. Gruppe Pfotenhilfe-Europa Kontakt-Person: Britta Berkenfeld Mediengruppe E-Mail: e-Mail Web: http://www.pfotenhilfe-europa.eu Autor: |


