Gesundheit & Medizin

FemNAT-CD Konferenz: Störungen des Sozialverhaltens



14.12.2017 20:44:23 -

 

(live-PR.com) -
Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen:
zugrunde liegende Mechanismen und innovative Behandlungsmethoden

Internationale Konferenz über Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen: Ergebnisse der europäischen multizentrischen FemNAT-CD-Studie

Freitag, 26. Januar 2018, 09:00 – 16:00 Uhr
Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Casino - Campus Westend
Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt am Main

Nach vier Jahren intensiver Forschungsarbeit stellen die Partner der FemNAT-CD Studie ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Die multizentrische Studie hat die zugrunde liegenden Mechanismen von Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen und jungen Frauen (neun bis 18 Jahren) erforscht. Ziel der Studie ist es, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für diese Beeinträchtigung zu entwickeln. Die Europäische Union hat die FemNAT-CD-Studie über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit sechs Millionen Euro gefördert.

Störungen des Sozialverhaltens im europäischen Kontext
Störungen des Sozialverhaltens sind charakterisiert durch das Brechen von Regeln, schweres antisoziales Verhalten und Aggressionen. Die Anzahl der Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens ist im Laufe der letzten beiden Jahrzente angestiegen, vor allem in westlichen Gesellschaften wie der Europäischen Union. Innerhalb dieser leiden etwa zwei Prozent der Mädchen und jungen Frauen im Alter von neun bis 18 Jahren darunter. Typische, mit der Erkrankung einhergehende Konflikte sind früher Alkohol- und Drogenmissbrauch, Abrutschen in Prostitution, Integrationsschwierigkeiten im Arbeitsleben, Teenager-Schwangerschaften, Kriminalität und chronische geistige und physische Gesundheitsprobleme. Viele der Mädchen, die unter Störungen des Sozialverhaltens leiden, befinden sich in der Obhut von Jugendheimeinrichtungen, die sich europaweit erheblich unterscheiden. Bislang wurden weibliche Risiko- und Prognosefaktoren nur sehr selten untersucht.

Auf der Suche nach Auslösern
Die FemNAT-CD-Partner haben eine einzigartige, groß angelegte und multidisziplinäre Untersuchung durchgeführt, um die Mechanismen, auf denen die Störung basiert, zu erforschen und neue Therapieansätze zu ermöglichen. Inhalt der Studie war dabei die nähere Betrachtung der genetischen Risikofaktoren, der Umwelteinflüsse auf die Störung, der Veränderungen in der Gehirnstruktur und -funktion sowie die Untersuchung, ob Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens erhöhte Probleme mit der Erkennung und Regulation von Emotionen haben. Darüber hinaus wurde in Jugendhilfeeinrichtungen die Wirksamkeit einer neuen, evidenzbasierten Intervention untersucht, die die Gefühlsregulierung und -kontrolle von Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens verbessern soll.

Studienergebnisse für die Öffentlichkeit
„Wir sehen diese Konferenz als eine Chance, die aus der Studie resultierenden Schritte gemeinsam mit einer großen Bandbreite an Patienten, Familien und Betreuern, mit Fachpersonal, das in die Behandlung von Störungen des Sozialverhaltens involviert ist, einschließlich Sozialarbeitern, Psychotherapeuten und Psychiatern zu erörtern. Unser Ziel ist es, gemeinsam konrete Wege zur Verbesserung des Gesundheitsystems und der Jugendhilfeeinrichtungen in Europa zu definieren“, so Prof. Christine Freitag, Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Universitätsklinikums Frankfurt und Koordinatorin des Projekts. „Im Laufe der vergangenen vier Jahre haben wir einen fundierten Einblick in die genetischen und neurologischen Mechanismen gewonnen, die die Störungen veranlassen. Zudem wissen wir heute mehr über die Rolle des Autonomen Nervensystems sowie des Stresshormonsystems bei Störungen des Sozialverhaltens. Auch sind wir in der Lage, das spezifische klinische Krankheitsbild und die Bedürfnisse der betroffenen Jugendlichen besser zu beschreiben. Die Ergebnisse der Studie dienen als Grundlage für die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten bei Störungen des Sozialverhaltens. Wir sind stolz darauf, diese im Januar in Frankfurt präsentieren zu können.“

Podiums- und öffentliche Diskussion
Die Konferenz ist in zwei Teile aufgeteilt: Eine Einführung in die FemNAT-CD-Studie und eine Präsentation zum Thema „Unterschiede vorhandener Therapien für Mädchen mit Störungen des Sozialverhaltens innerhalb Europas“ am Vormittag und eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten und anschließende offene Diskussion am Nachmittag. Eingeladen sind alle, die am Thema interessiert oder im Bereich der Störungen des Sozialverhaltens tätig sind: Patienten und deren Angehörige, Psychotherapeuten, Psychologen, Psychiater, Sozialarbeiter in Jugendhilfeeinrichtungen, Wissenschaftler, Patienten- und Elternorganisationen sowie Politiker.

Das Programm sowie die Möglichkeit zur Registrierung finden Sie im Anhang und unter unten stehendem Link.
Da es sich um eine internationale Konferenz handelt, wird die Präsentations- und Diskussionssprache Englisch sein. Jedoch wird deutschsprachiges Informationsmaterial zur Verfügung stehen und bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit einer Live-Übersetzung von Fragen und Antworten.

Europäisches FP7-Föderprogramm
Die FemNAT-CD-Studie wird seit September 2013 von der Europäischen Union im siebten Forschungsrahmenprogramm (FP7) gefördert. Projektpartner sind: Goethe-Universität Frankfurt, Uniklinik RWTH Aachen, Stichting VUmc Amsterdam, University of Southampton, Universität Basel, Universitätsklinikum Heidelberg, University of Birmingham, Universität Regensburg, Fundación Vasca De Innovación E Investigación Sanitarias (BIOEF/Osakidetza), Szegedi Tudományegyetem, National and Kapodistrian University of Athens, Varionostic GmbH, DAACRO GmbH & Co KG, Cardiff University, ARTTIC SAS und GenXPro GmbH.

Weitere Informationen:
Zur Registrierung
Zum Programm
Zur Wegbeschreibung
Projekt-Website: www.femnat-cd.eu
FemNAT-CD via Twitter: www.twitter.com/femNATCD

Projekt: Prof. Christine M. Freitag
Projektkoordinator, Goethe-Universität Frankfurt
Telefon: +49 69 63 01 – 54 08 / E-Mail: C.Freitag@em.uni-frankfurt.de
Konferenzorganisation: Dr. Monika Maaß
Projektmanagement, ARTTIC S.A.S.
Telefon: +49 89 248 83 03 – 38 / E-Mail: maass@arttic.eu



Kontaktinformation:
ARTTIC S.A.S
www.arttic.eu




Kontakt-Person:
Verena von Scharfenberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 89 248 83 03-40
E-Mail: e-Mail

Web: http://www.arttic.eu


Autor:
Verena von Scharfenberg
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