Ausgabe vom 2. Dezember 2008
Wiener Zeitung: Unterbergers Tagebuch: "Wer vernichtet Jobs?"
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01.12.2008 18:30:02 Steuern wir auf eine Massenarbeitslosigkeit zu? Dass erstmals seit 2006 die Arbeitslosenzahlen wieder steigen, ist vorerst nur ein minimales Indiz. Denn die meisten, die keine Arbeit mehr haben, haben ja noch einen Arbeitsplatz. Der wird zumindest mit Kurzarbeit, Zwangsurlaub, Schulungen und ähnlichen Strategien noch eine Zeitlang simuliert. Es gibt aber kaum Zweifel, dass 2009 angesichts der globalen Entwicklungen die offiziellen Statistiken in die Höhe schießen werden. Wo keine Nachfrage, wo keine Aufträge, dort keine Jobs.
(live-PR.com) - Eine Reihe von Arbeitsplätzen gibt es allerdings aus anderen Gründen nicht: In vielen Ländern Europas wird es potenziellen Arbeitgebern nämlich verleidet, neue Mitarbeiter anzustellen - obwohl sie (noch) über Aufträge und Geld verfügen. Denn eine Armada von Richtern, Politikern und Beamten sinnt ständig darüber nach, wie man Arbeitgebern das Geben von Arbeit noch mehr erschweren kann. Arbeitgeber sind ja Abzocker,
Heuschrecken oder Ausbeuter armer, schutzbedürftiger Hascherln. Das Produkt ihres Sinnens heißt Arbeitsrecht.
So hat jetzt etwa ein deutsches Gericht eine Firma bloß auf Grund einer Wahrscheinlichkeitsrechnung bestraft, weil diese statt einer Frau einen Mann angestellt hat. Hätte die Firma jedoch gar niemanden angestellt, dann wäre sie unbestraft geblieben! Ähnlich hat die EU-Kommission soeben Österreich getadelt, weil hierzulande bei ungerechtfertigten Kündigungen "nur" materieller Schadenersatz zugesprochen wird.
Viele Seiten ließen sich auch mit Urteilen österreichischer Gerichte füllen, die offensichtlich mit Schlagseite zugunsten fauler und unwilliger Arbeitnehmer judizieren. "Aber das ist doch sozial und schützt immer die Schwächeren", mögen viele entgegnen. Falsch, denn das Gegenteil ist richtig: Wenn erst einmal ganze Produktionsstätten geschlossen werden, weil sie aufgrund des Arbeitsrechts unfinanzierbar geworden sind, trifft das auch die fleißigen Opfer. Und wenn die glücklichen Besitzer von Arbeitsplätzen immer besser geschützt werden, sind immer weniger Unternehmer bereit, überhaupt jemanden neu anzustellen.
So bleiben halt immer mehr Junge auf der Strecke, rutschen immer mehr in prekäre Arbeitsverhältnisse, so wandern immer mehr Jobs nach Asien ab. Die Arbeitsrechts-"Experten" freilich arbeiten ja alle in geschützten heimischen Werkstätten.
www.wienerzeitung.at/tagebuch
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/206 99-478
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OTS0283 2008-12-01/18:27
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So hat jetzt etwa ein deutsches Gericht eine Firma bloß auf Grund einer Wahrscheinlichkeitsrechnung bestraft, weil diese statt einer Frau einen Mann angestellt hat. Hätte die Firma jedoch gar niemanden angestellt, dann wäre sie unbestraft geblieben! Ähnlich hat die EU-Kommission soeben Österreich getadelt, weil hierzulande bei ungerechtfertigten Kündigungen "nur" materieller Schadenersatz zugesprochen wird.
Viele Seiten ließen sich auch mit Urteilen österreichischer Gerichte füllen, die offensichtlich mit Schlagseite zugunsten fauler und unwilliger Arbeitnehmer judizieren. "Aber das ist doch sozial und schützt immer die Schwächeren", mögen viele entgegnen. Falsch, denn das Gegenteil ist richtig: Wenn erst einmal ganze Produktionsstätten geschlossen werden, weil sie aufgrund des Arbeitsrechts unfinanzierbar geworden sind, trifft das auch die fleißigen Opfer. Und wenn die glücklichen Besitzer von Arbeitsplätzen immer besser geschützt werden, sind immer weniger Unternehmer bereit, überhaupt jemanden neu anzustellen.
So bleiben halt immer mehr Junge auf der Strecke, rutschen immer mehr in prekäre Arbeitsverhältnisse, so wandern immer mehr Jobs nach Asien ab. Die Arbeitsrechts-"Experten" freilich arbeiten ja alle in geschützten heimischen Werkstätten.
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