Wirtschaft & Industrie


Führungswechsel bei Wiener Industrie - Vizepräsidenten Wolfgang Hesoun, Manfred L. Mautner-Markhof, Christian C. Pochtler, Markus Posch

Georg Kapsch neuer Präsident der IV-Wien



© OTS
01.12.2008 18:46:01 Mag. Georg Kapsch wurde Montagabend einstimmig in Wien zum neuen Präsidenten der IV-Wien gewählt. Das vom Vorstand gewählte neue Präsidium für die Periode von 2008-11 bilden Ing. Wolfgang Hesoun (Generaldirektor Allgemeine Baugesellschaft A.-PORR AG), Mag. Manfred L. Mautner-Markhof (Vorsitzender des AR Mautner Markhof AG), Mag. Christian C. Pochtler (Alleinvorstand Pochtler Industrieholding AG) und Mag. Markus Posch (Vorstandsdirektor Philips Austria GmbH). In das Präsidium kooptiert wurde Dr. Therese Mitterbauer (Geschäftsführende Gesellschafterin High Tech Coatings GmbH) in ihrer Funktion als Vorsitzende der Jungen Industrie Wien. Als Gäste werden Dir. KR Dieter Lutz (Geschäftsführender Gesellschafter Benda Lutz Werke GmbH) sowie Dr. Günter Ofner (Vorstandsmitglied Burgenland Holding AG) dem Vorstand beiwohnen. Der bisherige IV-Wien-Präsident DI Dr. h.c. Albert Hochleitner konnte aufgrund des Statuts nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren.

(live-PR.com) - Zwtl.: Kapsch: 4 Themen für "Industriestadt Wien"


"Um in diesem unseren gemeinsamen Europa global wettbewerbsfähig zu bleiben und weiterhin vorne mitspielen zu können, wollen und müssen wir massiv in unsere Gesellschaft investieren", betonte Kapsch. Grundsätzlich solle es aus Sicht des neuen IV-Wien-Präsidenten in der "Industriestadt Wien" um die vier Fragen Gesellschaft, Bildung, Infrastruktur und Industriestandort Stadt gehen, die nur gemeinsam
nachhaltig Wachstum und Wohlstand für die Region sicherstellen könnten.


"Neben der bestmöglichen Ausbildung für unsere Jugend brauchen wir - und ich denke, dies ist wichtig zu betonen, da einem in Österreich manchmal leider wieder eine aufkeimende Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit entgegenschlägt - qualifizierte Zuwanderung", betonte Kapsch zur Frage "Gesellschaft in Wien". Man dürfe nicht der irrigen Annahme unterliegen, "dass wir, vor allem in schwierigeren Zeiten, Barrieren errichten müssen. Das Gegenteil ist der Fall: Wir müssen uns anstrengen, die besten Hände und Köpfe nach Österreich zu bekommen - die meisten sind ohnehin schon in Länder gegangen, die weniger Barrieren im Denken und der Politik gezeigt haben."


Parallel zu Reformen im wichtigen Bereich "Schule" brauche es zur langfristigen Bekämpfung unseres Fachkräftemangels weitere Maßnahmen im Lehrlingsbereich. Konkretes Ziel ist, den Anteil der Lehrlinge an den Industriebeschäftigten in der Stadt von derzeit 2,2 auf 3 Prozent anzuheben. "Gleichzeitig ist es unser Ziel, das Image der Lehre nachhaltig zu verbessern und sie als sinnvolle Ausbildungs-Alternative zu positionieren", so der IV-Wien-Präsident.


Zur Standortfrage "Forschung" sagte der IV-Wien-Präsident, Wien habe mit einer Forschungsquote von 3,13 Prozent bereits das Barcelona-Ziel überschritten und liege deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von 2,63 Prozent. "Mittelfristig soll die F&E-Quote auf vier Prozent steigen und Wien als Forschungshauptstadt Mitteleuropas verankert werden. Dabei soll allerdings eine Outputbetrachtung - "was soll erreicht werden?" - vor die Frage des Inputs gestellt werden. Gleichzeitig - und hier liegt die Zukunftschance - ist Wien mit 120.000 Studenten in Europa DIE Studentenstadt schlechthin - "in Relation haben wir mehr Studierende als Paris oder Berlin!" Insgesamt hat die Twin-City-Region europaweit eine unvergleichbar hohe Konzentration von Studenten - etwa 200.000. "Hier, bei dieser möglichen und notwendigen Vernetzung zwischen Lehrenden und Lernenden, müssen wir in Wien aufgrund unserer vorteilhaften Lage besonders ansetzen", betonte Kapsch. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Österreich europaweit den höchsten Anteil an ausländischen Firmensitzen habe, die ihre Forschungsabteilungen in unserem Land haben, wäre Stillstand gerade bei Forschung fataler Rückschritt. "Und das, ich denke, hier sind wir uns alle einig, können wir uns in der globalisierten Welt von heute nicht leisten!"


Zur Frage des erforderlichen Infrastruktur-Ausbaus sagte Kapsch, die Attraktivität eines Standortes werde maßgeblich vom hier vorhandenen Angebot, insbesondere Verkehrsinfrastruktur, ICT sowie Bildungsinfrastruktur bestimmt. "Die Infrastruktur ist auch einer jener Bereiche, der überwiegend durch nationale und regionale Politik gestaltet werden kann. Hier haben wir - ich sage es in Anwesenheit des Herrn Bürgermeisters ganz offen und formuliere positiv - noch Optimierungspotenzial". So könne der Lückenschluss durch die Fertigstellung der Spange Kittsee "nur ein sehr später Anfang sein. Wir sehen auch verstärkt die Chance, private Mittel zum Ausbau der Infrastruktur heranzuziehen. Dies gilt vor allem beim notwendigen Lückenschluss der S7." Nicht zuletzt gehe es hier darum, die im bestehenden Standortabkommen zwischen Stadt und IV-Wien vorgesehenen Maßnahmen gemeinsam mit der Politik anzugehen und rasch umzusetzen. "Dabei sehen wir die Stadtregierung - Bürgermeister Häupl und sein Team - als wesentlichen Partner, dem wir uns wie bisher als Ideen- und Ratgeber sowie Treiber von Zukunftsentwicklungen gern zur Verfügung stellen", betonte Kapsch.


Zwtl.: Sorger: Richtige "Zukunftsmanager" an der Spitze


IV-Präsident Dr. Veit Sorger betonte in seiner Ansprache, gerade auch als kleines Land und damit Nischenplayer brauche es neben den durchaus richtigen kurzfristigen Konjunkturmaßnahmen, die richtigen Strukturen, um erfolgreich bleiben zu können. "Dabei müssen die strukturellen Themenfelder Staats- und Verwaltungsreform, Pensions- und Gesundheitssystem, Forschung, Entwicklung und Bildung im Zentrum stehen. Gleichzeitig muss ich meine Kostenstrukturen im Griff behalten. Bei diesen wesentlichen Standortfragen hat die neue Koalition in ihrem Programm die strukturell notwendigen Antworten (noch) nicht umfassend gegeben", betonte der IV-Präsident der sich einmal mehr für "eine tiefgreifende, systematische Neuordnung der Aufgaben- und Kompetenzverteilung in diesem Land" aussprach.


Sorger würdigte den scheidenden IV-Wien-Präsidenten Albert Hochleitner als "Unternehmer durch und durch". Als Vorstandsvorsitzender von Siemens Österreich sei er "ein Glücksfall - für das Unternehmen und den Standort Wien" - gewesen und habe für Siemens Österreich Freiheiten und Kompetenzen, nicht zuletzt in Mittel- und Südosteuropa erkämpft, die außergewöhnlich in diesem Weltkonzern seien. "Mit Georg Kapsch, der sich seit langem - unter anderem als Vorsitzender unseres Gesellschaftspolitischen Ausschusses - in der Bundes-IV so wertvoll und hervorragend in unsere inhaltliche Arbeit einbringt, hat die Wiener Industrie nach Albert Hochleitner weiterhin kontinuierlich die richtigen 'Zukunftsmanager' an der Spitze", so Sorger.


Zwtl.: Häupl: Bekenntnis zur Industrie in der Stadt


Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl erklärte im Rahmen seiner Festansprache, "der Wirtschaftsstandort Europa braucht attraktive Städte, die als ökonomischer Motor fungieren." Dafür seien gut ausgebildete Arbeitskräfte unabdinglich, daher stünden die europäischen Städte im Konkurrenzkampf um die "mobilen Eliten". "Wien ist sich dessen bewusst und bemüht sich um eine kontinuierliche Verbesserung der Rahmenbedingungen", so Häupl. Eine 2008 vor allem mit privaten Partnern entwickelte "Integrierte Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie" soll eine weitere Steigerung von betrieblicher Forschung und Entwicklung in Wien bringen. Kernpunkt ist jedoch nach wie vor die Human Ressource Mensch. "Wir wollen die positive Weiterentwicklung des Industrie-, Technologie- und Arbeitsstandortes Wien mit vereinten Kräften unterstützen. Jawohl, wir bekennen uns zur Industrie in dieser Stadt", sagte der Bürgermeister. "Die Industrie bietet für alle Qualifikationsstufen Beschäftigung. Gerade im urbanen Umfeld ist das unverzichtbar."


"Der internationale Wettbewerb und die Globalisierung stellen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit hohe standortpolitische Anforderungen an Regionen, Städte und Unternehmen", sagte Häupl. "So hat Wien 675 Millionen Euro als Extra-Paket für das Budget 09 als Ankurbelung und Unterstützung der lokalen Wirtschaft fixiert. Um unseren Beitrag für das schwierige kommende Jahr zu leisten", so Häupl. Zur positiven Weiterentwicklung des Industrie-, Technologie- und Arbeitsstandortes Wien verfolgen Stadt und Industriellenvereinigung Wien langfristige Pläne. Im Juni 2006 wurde erstmals eine gemeinsame Standortvereinbarung unterzeichnet, die 2008 weiterentwickelt wurde. "Es ist dies ein klares Bekenntnis zum Standort Wien und ein klares Bekenntnis zweier starker Partner, ihre Kräfte zu bündeln. Zukünftig wollen wir diese Zusammenarbeit auch mit der neuen Führung der Wiener Industrie weiter intensivieren und damit die Stärken des Standortes gezielt und nachhaltig ausbauen", so der Bürgermeister.


Zwtl.: Mag. Georg Kapsch - zur Person:


Geboren 10.6.1959 in Wien, Humanistisches Gymnasium, Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Abschluss 1981. 1982-1985 Konsumgütermarketing, 1986-1989 Investitionsgütermarketing. Seit 1990 Vorstandsmitglied der IV-Landesgruppe Wien, seit 1996 Vorstandsmitglied der Bundes-IV. Seit 1.10. 2001 Vorsitzender des Vorstandes der Kapsch AG, seit 1.9.2002 Obmann der Fachhochschule Technikum Wien, seit 1.12.2002 Vorsitzender des Vorstandes der Kapsch TrafficCom AG, seit 1. 12.2002 Vorsitzender des Elektronik-Verbandes, sei 1.1.2003-31.5.2008 Vizepräsident des Österreichischen Verbandes für Elektrotechnik. Mag. Georg Kapsch ist verheiratet und hat zwei Söhne.


Fotos in Druckqualität sowie weitere Informationen sind auf www.iv-wien.at kostenlos abrufbar.


Rückfragehinweis:
IV Wien
Dr. Raphael Draschtak
Tel.: +43 1 711 35-2305
mailto: iv-wien@iv-net.at
www.iv-wien.at


*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***


OTS0285 2008-12-01/18:44



 

refer this article
Print This Article
Terms Of Use About Live-PR.com Contact Us