Wirtschaft & Industrie

DAX dreht ins Plus - Gute Vorgaben der Wall Street stützen



ddp) 03.12.2008 18:27:13 Getragen von teilweise recht deutlichen Aufschlägen an der New Yorker Wall Street ist der DAX am Mittwoch im späten Handelsverlauf ins Plus gedreht. Zum Handelsschluss notierte der deutsche Leitindex bei 4567 Punkten, was einem Aufschlag von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Der MDAX stieg um 0,7 Prozent auf 5173 Punkte, und der TecDAX verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 479 Zähler.


(live-PR.com) - Frankfurt/Main (ddp). Getragen von teilweise recht deutlichen Aufschlägen an der New Yorker Wall Street ist der DAX am Mittwoch im späten Handelsverlauf ins Plus gedreht. Zum Handelsschluss notierte der deutsche Leitindex bei 4567 Punkten, was einem Aufschlag von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Der MDAX stieg um 0,7 Prozent auf 5173 Punkte, und der TecDAX verbesserte sich um 0,6
Prozent auf 479 Zähler.
Ein Händler sprach von Shorteindeckungen, nachdem der schwache ISM-Index aus den USA für keinen weiteren Abgabedruck an den Aktienmärkten gesorgt habe. Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, müssten nun ihre Positionen schließen, indem sie Aktien kaufen. Dabei sei auch der Umsatz kräftig angezogen.
Trotz der schwachen Konjunkturzahlen notierten die Aktienkurse an der Wall Street sehr fest. Der Dow-Jones-Index stieg gegen 18.00 Uhr MEZ um 1,6 Prozent auf 8543 Punkte. Der Nasdaq-Composite gewann 2,1 Prozent auf 1480 Zähler. Sowohl der ADP-Arbeitsmarktbericht für die Beschäftigung im privaten Sektor als auch der ISM-Index der Einkäufer im Dienstleistungsgewerbe waren unter den Erwartungen geblieben.
Die Erholung am Aktienmarkt stützte den Euro im späten Handel. Gegen 18.00 Uhr wurde für die Gemeinschaftswährung im Devisenhandel 1,2660 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,2623 Dollar festgestellt. Die Blicke der Devisenhändler richteten sich bereits auf die EZB-Ratssitzung am Donnerstag. Beobachter erwarten eine Senkung des Leitzinses von derzeit 3,25 auf 2,75 Prozent.
Im DAX brachen Infineon nach der Bekanntgabe eines Milliardenverlusts für das abgelaufene Geschäftsjahr um 39,6 Prozent auf 1,00 Euro ein. Analysten bezeichneten zudem den Ausblick als «ein Desaster». Daneben gerieten MAN unter Druck. Die Aktie verlor 4,4 Prozent auf 32,29 Euro. Der Konzern rechnet mit einer länger anhaltenden Krise und erwartet im kommenden Jahr rund ein Drittel weniger Umsatz im Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen.
Tagesgewinner waren Hypo Real Estate mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 3,11 Euro. Siemens, Telekom, Fresenius und Commerzbank legten jeweils mehr als drei Prozent zu.
In der zweiten Reihe stiegen Arcandor nach dem angekündigten Führungswechsel um 8,3 Prozent auf 2,22 Euro. Tognum und Wincor Nixdorf legten jeweils rund 7,5 Prozent zu. Schlusslicht im MDAX waren HeidelbergCement mit einem Minus von 11,6 Prozent auf 32,25 Euro.
Im TecDAX verloren Conergy 14,5 Prozent auf 0,94 Euro. Freenet gaben 7,2 Prozent auf 3,09 Euro nach. Dagegen stiegen Qiagen um 6,3 Prozent auf 12,93 Euro.
ddp.djn/mwo/mwa © ddp



 

Das Copyright für sämtliche Nachrichten und Bilder, die mit ddp gekennzeichnet sind und auf Live-PR.com publiziert werden, obliegt der Nachrichtenagentur ddp Deutscher Depeschendienst GmbH. Wenn Sie Fragen zu den veröffentlichten Meldungen haben, kontaktieren Sie bitte ddp. Dieser Artikel darf ohne schriftliche Genehmigung der Deutscher Depeschendienst GmbH weder kopiert noch veröffentlicht werden.
refer this article
Print This Article