Tiere

Die Schlauchbelüftung als innovative Stallbelüftung


Schlauchbelüftung CAT 3000 installiert in einem Jungviehstall (Altbau mit niedriger Decke),

20.04.2016 17:46:26 -

 

(live-PR.com) -
Frischluft ist die beste Medizin

Die Versorgung mit frischer Luft ist im Stall ein entscheidender Faktor zur Steigerung der Tiergesundheit. Mit Keimen und Schadgasen (z.B. Ammoniak) belastete Atemluft greift die Lungen der Tiere an und belastet ihr Immunsystem. Die Leidtragenden dieses Umstands sind oft Kälber, die über schwach ausgebildete Lungen und geringe Abwehrkräfte verfügen.

Mit einer abgestimmten Schlauchbelüftung können Tiere dauerhaft und ohne Zugluft mit Frischluft versorgt werden – sogar bis in umschlossene Kälberboxen hinein. Durch Mistdecke und mangelnden Luftaustausch in den Boxen konzentriert sich die Keimbelastung in diesem Mikroklima auf das 3.000-fache der sauberen Außenluft. Kontaminierte Atemluft führt zu regelmäßigen Erkrankungen der Atemwege. Erkrankt ein weibliches Kalb z.B. an einer Lungenentzündung, fallen nicht nur Kosten für Tierarzt und Medikamente an – es kommt zudem zu einem deutlichen Rückgang der Milch-Lebensleistung durch Schädigungen an der Lunge.

Die Schlauchbelüftung

Die Überdruck-Schlauchbelüfung, die in den USA als „Positiv Pressure Tube Ventilation (PPTV)“ schon seit über 5 Jahren eingesetzt wird, findet nun auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Mit ihr wird im Gegensatz zu Umwälz- oder Absaugsystemen gezielt Frischluft in alle bisher stark keimbelasteten Bereiche des Stalls transportiert. Der Überdruck bewirkt eine Verdrängung der Schadgase durch alle natürlichen Öffnungen des Stalls (durch Türen, Fenster, Schächte, Gaze, Gitter, Ritzen). Da kontinuierlich frische Luft nachströmt, wird die schlechte Luft dauerhaft aus der Umgebung der Tiere verdrängt – die Tiere atmen von nun an saubere Luft.

In der Praxis wird ein Ventilator in einer Öffnung der Außenmauer montiert. Das kann ein Wanddurchbruch oder eine bestehende Fensteröffnung sein. Der Belüftungsschlauch wird an zwei waagrecht gespannten Stahlseilen aufgehängt und mit dem Ventilator verbunden. Die frische Außenluft wird vom Ventilator angesaugt und im Stall zielgerichtet und gleichmäßig durch Lochreihen des Schlauchs abgegeben. Die Lochreihen sind so ausgeführt, dass die Frischluft in Geschwindigkeit, Menge und Wurfweite keine Zugluft verursacht und sich maximal 0,3 Meter pro Sekunde auf Tierhöhe bewegt. Dies wird durch individuelle Berechnungen sichergestellt. In diese fließen folgende Daten ein:

− Alter, Widerristhöhe und Anzahl der Tiere
− Raumvolumen
− Abmessungen des Innenraums
− Anordnung der Aufstallung
− Größen der Abteile (bei unterschiedlichen Tiergruppen)

Ist die Schlauchbelüftung genau auf den Raum abgestimmt, transportiert sie kontinuierlich an 24 Stunden das ganze Jahr hindurch Frischluft in den Stall – gleichmäßig vom Anfang bis zum Ende des Schlauches. Dabei kann ein Belüftungsschlauch einen Bereich von ca. 30 Metern Länge und 14 Metern Breite mit Frischluft versorgen. Ist der Stall länger, kann mit einer zweiten Anlage von entgegengesetzter Seite die Schlauchlänge auf ca. 60 Meter verdoppelt werden. In der Breite ist durch eine parallele Anordnung von mehreren Belüftungsschläuchen eine beliebige Erweiterung möglich.

Eine innovative Weiterentwicklung

Bestanden die ursprünglichen Belüftungsschläuche aus den USA aus dichtem Material – z.B. aus Kunststofffolie oder luftdicht beschichtetem Gewebe – setzt eine gemeinsame Entwicklung der Fa. Dr. Knopf und Oswald aus Hohenbrunn und der Firma Kienzler aus Günzach im Allgäu neue Maßstäbe: Das von ihnen bevorzugte Material besteht aus leicht luftdurchlässigem Gewebe. Die Bildung von Kondenswasser wird dadurch erfolgreich verhindert.
„Niemand will einen nassen oder grün veralgten Schlauch in seinem Stall, erklärt Christian Oswald.

Anfänglich kam die Schlauchbelüftung hauptsächlich im Kälberbereich zum Einsatz. Die durchweg positiven Erfahrungen führten dazu, dass sie inzwischen auch im Liege- und Fressbreich, im Wartebereich und über dem Melkstand eingesetzt werden. Dabei wird die Luft einmal pro Minute ausgetauscht und somit der Hitzestress der Tiere erfolgreich reduziert.

Die perfekte Stalllüftung bedarf einer vorherigen Planung und Berechnung. Das Ergebnis ist eine individuelle, genau auf die Architektur und die Tiere abgestimmte Belüftungslösung.


Ideale Ergänzung bisheriger Lüftungssysteme

In der Vegangenheit wurden sehr unterschiedliche Systeme in Ställe eingebaut. Leider führten nicht alle zur gewünschten Verbesserung – vielmehr kommt es auf ihr Zusammenspiel an.

Natürliche Belüftung:
Die natürliche Belüftung funktioniert nicht immer konstant: Ist es Windstill oder kommt es zu höheren Außen- als Innentemperaturen – wie es häufig im Sommer zur Mittagszeit der Fall ist – findet kein Luftaustausch mehr statt. Die Abwärme der Kühe führt zwar zu thermischem Auftrieb, der ammoniakhaltige Luft vom Boden mitnimmt – Kälber hingegen geben zu wenig Wärme an ihre Umgebung ab, um diesen Auftrieb zu erzeugen. Sie sind die Leidtragenden und stehen in einer permanenten Dunstglocke aus feuchter kontaminierter Luft.

Absaugende Systeme:
Kommt es bei absaugenden Systemen zu unbeabsichtigten Gebäudeöffnungen – z.B. einem geöffneten Fenster – kollabiert das Gesamtsystem aus physikalischen Gründen und es kommt zu starker Zugluft. Um den Unterdruck auszugleichen, strömt Außenluft unkontrolliert durch die Öffnung ein. Die Besitzer von Porendecken klagen über wartungsintensive Deckenelemente, die ihre Funktion nach einiger Zeit nicht mehr zufriedenstellend erfüllen.

Ventilatoren:
Deckenventilatoren und frei hängende Ventilatoren verursachen in der Nähe Zugluft und können frische Luft nur über kurze Distanzen in den Stall transportieren. Sind sie im Innenraum installiert, erzeugen sie zwar kühlende Luftbewegungen, wälzen dabei aber nur große Mengen kontaminierter Luft um, anstatt saubere Luft in die Atemluft der Tiere zu transportieren.

Die Schlauchbelüftung ist die ideale Ergänzung bisheriger Belüftungssysteme. Denn nur mit ihr wird es möglich, Frischluft genau an die Stellen des Stalls zu bringen, wo sie am meisten gebraucht wird: Direkt in die Atemwege der Tiere.

Weitere Informationen und Beispiele unter:
www.frischluft-im-stall.de





Presse-Information:
Dr. Knopf & Oswald GbR



Kontakt-Person:
Christian Oswald
Inhaber
Telefon: 0172 4620262
E-Mail: e-Mail

Web: http://www.frischluft-im-stall.de


 

Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
E-Mail Article
Print Article