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Die deutsche Sprache in den europäischen Gremien


Regionalleiter Prof. Borck dankt dem Liedermacher Manfred Pohlmann

23.05.2019 16:02:13 - Dr. Werner Langen MdEP spricht vor der Regionalgruppe 56 des VDS in Koblenz über die deutsche Sprache in den europäischen Gremien - anschließend wird eine zwölfte Runde des Wettbewerbs für „Werbung, die wirklich wirbt und nicht verwirrt“ beschlossen

 

(live-PR.com) -
Wie notwendig und sinnvoll Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Sprache, des wichtigsten Kommunikationsmittels unserer Gesellschaft, sind, zeigte der öffentliche Vortrag des rheinland-pfälzischen Europaabgeordneten Dr. Werner Langen, der jetzt nach 25 Jahren Mitgliedschaft aus dem Europaparlament ausscheidet. Unter dem trockenen Titel „Die deutsche Sprache in den Gremien der Europäischen Union“ verbargen sich spannende, farbige Ausführungen über die in der Theorie gesicherte Stellung der deutschen Sprache als europäischer Amtssprache, die aber in der Praxis viele deutsche Abgeordnete dennoch nicht verwenden und damit der europäischen Geltung des Deutschen schweren Schaden zufügen.
In einem knappen historischen Rückblick auf das Deutsche als Amtssprache bestätigte auch Prof. Borck, dass der übernationale Charakter des Heiligen Römischen Reiches bis 1806 zu sehr liberaler Sprachenpolitik führte; demgegenüber war in Frankreich bereits seit 1539 das Französische die einzige Amtssprache. Erst im Kaiserreich nach 1867/71 kam es zu staatlichen Schutzmaßnahmen für die eigene Sprache. Wenig bekannt ist es, dass in der freiheitlich verfassten Weimarer Republik Bayern und Preußen in ihren Landesverfassungen Deutsch als Amtssprache festgesetzt haben – heute tun das die meisten Staaten Europas mit ihren Landessprachen, nur in Deutschland werden darüber aus ideologischen Gründen nicht endende Diskussionen geführt. Langen wie Borck sprachen sich für die Aufnahme des Deutschen als Amtssprache in das Grundgesetz aus.

Auf ihrer anschließenden Mitgliederversammlung am 20. Mai 2019 beschloss die von Prof. Dr. Heinz-Günther Borck geleitete Regionalgruppe 56 einstimmig, ihren seit 2008 von der Sparkasse Koblenz und der Lottostiftung Rheinland-Pfalz unterstützten und jährlich durchgeführten Wettbewerb Werbewerke für gutes, einfallsreiches Deutsch in der Werbung auch 2019 auszuschreiben. Neben der Prämierung pfiffiger Werbesprüche – 2018 gewannen die Koblenzer Stadtwerke den Ersten Preis mit ihrem Werbespruch „Wir können der Umwelt das Wasser reichen“ - werden auch Sprachrüffel verteilt, wenn die Werbung überwiegend aus englischen oder denglischen (Sprachmatsch aus Deutsch und Englisch) Wörtern besteht. Diesen „Preis“ erhielt 2018 die Penny GmbH für ihre Werbung „Penny to go / Penny to heat & eat wird zu Penny Ready“, die mit zwei deutschen Wörtern auskam – dabei haben Umfragen ergeben, dass bis zu 80 % der deutschen Kunden solche Werbung weder wollen noch verstehen.
Nach einem Überblick über die bisherigen sehr erfolgreichen Wettbewerbe schlug Prof. Borck unter dem Beifall der Versammlung vor, den neuen XII. Wettbewerb ab 17.Juni 2019 durchzuführen. Das Preisgericht soll aus dem Vorstand (Prof Borck, Walter Busch) sowie den Mitgliedern Herdes und Dr. Giese gebildet werden.

Die Veranstaltung wurde wieder vom Neuwieder Liedermacher Manfred Pohlmann mit diesmal auch mehrsprachigen Liedern begleitet, endete aber traditionsgemäß mit dem alten Volkslied „Die Gedanken sind frei“, dessen Aussagen in der aktuellen politischen Diskussion besondere Bedeutung gewinnen.



Kontaktinformation:
Verein Deutsche Sprache Regionalgruppe 56, Koblenz

Karthäuserhofweg 22
56075 Koblenz

Kontakt-Person:
Prof. Dr. Heinz-GHünther Borck
Regionalleiter
Telefon: 0261679521
E-Mail: e-Mail

Web: http://www.vds-ev.de


Autor:
Prof. Dr. Heinz-Günther Borck
e-mail
Web: http://ww.sb-ko.de


 

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