Meldungen

BKA: Drastischer Anstieg von Datenklau an Geldautomaten

ddp) 27.08.2008 13:42:07 - Die Fälle von Datenklau an Geldautomaten in Deutschland haben nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) im ersten Halbjahr 2008 drastisch zugenommen. In dieser Zeit seien 440 Geräte von Banken und Sparkassen präpariert worden, um Daten von EC-Karten zu kopieren. Das seien fast so viele wie im gesamten Jahr 2007, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke am Mittwoch in Berlin. Im Vorjahr waren 459 Fälle bekannt geworden.


(live-PR.com) -
Berlin (ddp.djn). Die Fälle von Datenklau an Geldautomaten in Deutschland haben nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) im ersten Halbjahr 2008 drastisch zugenommen. In dieser Zeit seien 440 Geräte von Banken und Sparkassen präpariert worden, um Daten von EC-Karten zu kopieren. Das seien fast so viele wie im gesamten Jahr 2007, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke am Mittwoch in Berlin. Im Vorjahr waren 459 Fälle bekannt geworden.
An den manipulierte Geldautomaten seien seit Jahresbeginn 1319 Mal die Daten von Bankkunden ausspioniert worden, sagte der BKA-Chef. Damit sei die Zahl vom gesamten Jahr 2007 mit 1349 bereits nach sechs Monaten fast erreicht. Bei dem sogenannten Skimming montieren die Täter meist ein Vorsatzgerät auf den Einzugsschlitz, mit dem die Daten ausgelesen werden, während eine Videokamera die PIN-Eingabe des Kunden aufzeichnet. Anschließend können die Täter ein Duplikat der Karte anfertigen.
Das BKA ermittelte nach eigenen Angaben in diesem Jahr bislang gegen 62 vornehmlich rumänische Tatverdächtige. Zugleich seien die handelnden Banden zerschlagen worden. An bundesweit 38 Tatorten seien die Kriminellen aktiv gewesen. Die meisten Manipulationen an Automaten habe es in Frankfurt am Main (8), Nürnberg (7), Dortmund (6) und Osnabrück (5) gegeben. 31 Tatverdächtige sitzen derzeit in Untersuchungshaft.
Ziercke forderte angesichts des Voranschreitens dieser Kriminalitätsform die Hersteller und Betreiber von Geldautomaten, elektronischen Zugangssystemen und sogenannten POS-Terminals im Handel auf, alles zu unternehmen, um Manipulationen zu verhindern, zumindest aber zu erschweren. «Der hohe Ermittlungsaufwand der Strafverfolgungsbehörden allein wird das Phänomen nicht eindämmen können», sagte er. Als einen Weg sehe er die «flächendeckende Umstellung auf Chiptechnologie, den Abbau von Türöffnern als Zutrittskontrollsystem für Bankfoyers und die weitere Installation von Überwachungskameras im Bereich von Geldautomaten», erläuterte der BKA-Chef.
ddp.djn/wsd/rab © ddp




 

Das Copyright für sämtliche Nachrichten und Bilder, die mit ddp gekennzeichnet sind und auf Live-PR.com publiziert werden, obliegt der Nachrichtenagentur ddp Deutscher Depeschendienst GmbH. Wenn Sie Fragen zu den veröffentlichten Meldungen haben, kontaktieren Sie bitte ddp. Dieser Artikel darf ohne schriftliche Genehmigung der Deutscher Depeschendienst GmbH weder kopiert noch veröffentlicht werden.
E-Mail Article
Print Article
AGB Impressum Kontakt