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Den Wechsel der Kfz-Versicherung sorgsam planen Billig muss nicht günstig sein
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| Billig muss nicht günstig sein ©ddp |
(© ddp) 28.11.2008 07:45:12 - Jetzt werben sie wieder. Ende November vergeht wohl kaum ein Tag, an dem Autobesitzer nicht mit angeblich besseren Prämien und Leistungen für ihre Fahrzeugversicherung umgarnt werden. In der Tat, weiß Jochen Oesterle vom ADAC in München, «können bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung Autofahrer bessere Leistungen und günstigere Konditionen bekommen».
(live-PR.com) - Berlin (ddp.djn). Jetzt werben sie wieder. Ende November vergeht wohl kaum ein Tag, an dem Autobesitzer nicht mit angeblich besseren Prämien und Leistungen für ihre Fahrzeugversicherung umgarnt werden. In der Tat, weiß Jochen Oesterle vom ADAC in München, «können bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung Autofahrer bessere Leistungen und günstigere Konditionen bekommen». Dazu muss der alten Assekuranz ein Kündigungsschreiben gesandt und rechtzeitig eine neue Versicherungspolice bestellt werden. Zur Kündigung bleibt in diesem Jahr ein Tag länger Zeit als üblich, weil der Stichtag 30. November auf einen Sonntag fällt. Letzter Tag, an dem das Kündigungsschreiben bei der Versicherungsgesellschaft sein muss, ist deshalb bei den meisten Verträgen der 1. Dezember.
«Eine Kfz-Versicherung allein nach dem Preis auszuwählen kann sich als fatal erweisen», mahnt allerdings Karin Roller, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: «Vor einem Wechsel sollte man sich deshalb informieren oder beraten lassen.» Mittlerweile bieten die meisten Versicherungsgesellschaften mehrere Tarife zur Auswahl - mit unterschiedlichen Leistungen und dementsprechend unterschiedlicher Preisgestaltung. «So gibt es günstige Tarife mit Werkstattbindung. Oder mit der attraktiven Prämie geht bei einem Unfall eine heftige Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse einher», warnt die Verbraucherschützerin vor übereilten Unterschriften. Hinter Begriffen wie ´Basis-´ oder ´Standardtarif´ würden sich unterschiedliche Leistungspakete verbergen.
Durchblick bei Preisen und Leistungen zu schaffen ist ohne Datenbankunterstützung praktisch unmöglich. Deshalb bieten die Verbraucherzentralen entsprechende Hilfen an. Wer Beratungsbedarf zum Thema Kfz-Versicherung hat oder einen individuellen Kfz-Versicherungscheck wünscht, kann sich beispielsweise montags bis donnerstags zwischen 10.00 und 18.00 Uhr an eine Hotline der baden-württembergischen Verbraucherzentrale wenden (09001774443/1,75 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz). «Die Gesprächsdauer verkürzt sich, wenn der Anrufer gut vorbereitet ist. So sollte er seine Schadenfreiheitsklasse kennen und seinen Kfz-Schein bereit halten», legt Verbraucherschützerin Evelyn Keßler Interessenten ans Herz.
Gerade die Feinheiten der Vertragsbestimmungen können dem unerfahrenen, aber sparwilligen Autobesitzer zum Verhängnis werden. Denn nicht alles, was billig aussieht, ist auch tatsächlich günstig. Thomas Achelis vom KS-Autoclub macht auf einen besonderen Fallstrick aufmerksam. So enthalten die meisten Policen eine Europadeckung. Einzelne beschränken sich aber auf EU-Europa, was Länder zum Beispiel im ehemaligen Jugoslawien teilweise ausschließt. Deshalb sollte man vorher klären, ob man - gegebenenfalls im Urlaub - in Länder fährt, die nicht mitversichert sind.
Ist das der Fall, heißt das unter Umständen, beim Grenzübertritt eine vollkommen neue Autoversicherung im Reiseland abzuschließen. Wer zum Beispiel über den Autoput durch Serbien fährt, braucht dann eine Monatspolice. «Die kostet rund 130 Euro», weiß KS-Fachmann Achelis. In diesem Zusammenhang sei auch wichtig zu klären, ob der neue, günstige Versicherer seinen Kunden eine Grüne Karte anbietet.
Dies ist nach wie vor ein nicht zu unterschätzendes Reisedokument. «Bei verschiedenen Internetversicherern besteht allerdings nur die Möglichkeit, sich die Grüne Karte herunter zu laden und dann selbst auszudrucken, wobei dies in der Regel auf weißem Papier erfolgt, was von verschiedenen Grenzbeamten nicht akzeptiert wird», schildert Achelis seine Erfahrungen.
Generell rät er, mit der derzeitigen Versicherungsgesellschaft über einen günstigeren Tarif zu verhandeln, was in etlichen Fällen möglich ist, zumal, wenn man den Wechsel zu einer billigeren Gesellschaft in Aussicht stellt. Auf die Idee ihren Kunden von sich aus ein günstigeres Angebot zu machen, scheint bislang keine Versicherung gekommen zu sein. Mithin muss man sich selbst kümmern. «Dabei gibt viele Möglichkeiten, auch beim bisherigen Versicherungspartner zu sparen», verrät Lilo Blunck vom Bund der Versicherten: «Man muss sie nur kennen.» Vor allem in den sogenannten «weichen Tarifmerkmale» stecken Sparpotenziale. «Dahinter verbergen sich etwa Reduzierung gefahrener Kilometer, Einschränkung des Fahrerkreises oder Wechsel vom Laternen- zum Garagenparken», erläutert die Versicherungs-Fachfrau.
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