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Wirtschaft & Industrie
(Berichtigte Neufassung - Plus statt Minus im dritten Satz) (Feature) Absatzeinbruch bei den Japanern - Asiatische Pkw-Hersteller sind stärker von der Flaute am Automarkt betroffen als deutsche Anbieter --Von ddp.djn-Korrespondent Hans-Peter Nacken-- (© ddp) 20.11.2008 14:06:11 - Die großen japanischen Pkw-Hersteller sind weitaus stärker von der Absatzkrise in Deutschland betroffen als die meisten Konkurrenten. Die Verkäufe der neun japanischen Anbieter sackten in den ersten zehn Monaten um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Der Gesamtmarkt verzeichnete ein Plus von 0,3 Prozent. Mit 283 177 Zulassungen fiel der Marktanteil der hierzulande lange sehr erfolgreichen Japaner auf 10,8 Prozent, wie das Deutschland-Informationsbüro des Herstellerverbandes Jama am Mittwochabend in Berlin mitteilte. Die Situation «am chaotischen deutschen Markt sei alle andere als erfreulich», sagte Jama-Repräsentant Andreas Meckel.
(live-PR.com) - Berlin (ddp.djn). Die großen japanischen Pkw-Hersteller sind weitaus stärker von der Absatzkrise in Deutschland betroffen als die meisten Konkurrenten. Die Verkäufe der neun japanischen Anbieter sackten in den ersten zehn Monaten um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Der Gesamtmarkt verzeichnete ein Plus von 0,3 Prozent. Mit 283 177 Zulassungen fiel der Marktanteil der hierzulande lange sehr erfolgreichen Japaner auf 10,8 Prozent, wie das Deutschland-Informationsbüro des Herstellerverbandes Jama am Mittwochabend in Berlin mitteilte. Die Situation «am chaotischen deutschen Markt sei alle andere als erfreulich», sagte Jama-Repräsentant Andreas Meckel.
Dennoch sei bei den japanischen Herstellern in Europa, die 2007 über 51 Prozent des EU-Absatzes von fast 1,8 Millionen Pkw produzierten, bislang «von Werksferien und Kurzarbeit keine Rede» und die Gewinnsituation «noch erfreulich gut», fuhr Meckel fort. Noch stärkere Absatzverluste als die Japaner verzeichneten die Schweden mit einem Minus von 15,8 Prozent und die US-Hersteller mit einer Verringerung von 9,6 Prozent.
Der Jama-Sprecher hofft, dass die «weltweite Automobilkonjunktur Mitte bis Ende nächsten Jahre wieder anspringt» und die «ökologisch und ökonomisch gut aufgestellten» Anbieter Nippons dann erneut «bei den ersten sein werden». Er setzt auf Modellvielfalt, umweltfreundliche Hybrid-Antriebe, hohe Qualität und Zuverlässigkeit sowie das weiterhin günstige Preis-Leistungs-Verhältnis.
Als Hauptursache für den Absatzeinbruch nannte Meckel die starke Abhängigkeit vom schwachen deutschen Privatkundenmarkt. Auch gebe es «so gut wie kein Flottengeschäft». Zugleich sei die Bilanz der japanischen Autobauer «sehr unterschiedlich und differenziert». Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes verbuchen von den volumenstärkeren Herstellern Nissan/Infiniti und Suzuki nach zehn Monaten überproportionale Zuwächse von 15,6 beziehungsweise 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dagegen erlitten Toyota/Lexus (-23,1), Mitsubishi (-21,1) und Mazda (-10 Prozent) empfindliche Verluste. Sie trafen im Oktober auch Mazda, Suzuki und Nissan/Infiniti.
Jama zufolge ist die hiesige Absatzbilanz aller Anbieter aus Nippon die schlechteste dieses Jahrzehnts. 2001 lag der bundesweite Marktanteil zwar nur bei 9,8 Prozent, doch wurden da 325 873 japanische Pkw abgesetzt. Bis 2006 stiegen die jährlichen Verkäufe auf über 419 000 Stück und 12,1 Prozent Marktanteil, den höchsten Wert seit 1997. Schon im Vorjahr war jedoch der Absatz mit 371 362 japanischen Pkw mit einem Minus von rund elf Prozent gegenüber 2006 stärker rückläufig als beim schwächsten deutschen Gesamtmarkt seit der Wiedervereinigung (-9,2 Prozent).
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