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Böhmer: Kindstötung ist DDR-Mentalität Bürger im Osten vor den Kopf gestoßen
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| Demonstrant Timo vor einem Haus( Symbol-Bild / Foto-Rechte: Timo Tasche) |
25.02.2008 20:57:01 - Die vielen Fälle von Kindstötungen in den neuen Bundesländern sind die Folge einer übernommenen DDR-Mentalität. Das soll Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer der Zeitschrift Focus gesagt haben. Für manche ostdeutsche Frau sei Kindstötung ein Mittel der Familienplanung, so Böhmer weiter. Viele Ostdeutsche und andere Politiker reagierten erbost auf die Äußerungen.
(live-PR.com) - Die vielen Fälle von Kindstötungen in den neuen Bundesländern sind die Folge einer übernommenen DDR-Mentalität. Das soll Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer der Zeitschrift Focus gesagt haben. Für manche ostdeutsche Frau sei Kindstötung ein Mittel der Familienplanung, so Böhmer weiter. Viele Ostdeutsche und andere Politiker reagierten erbost auf die Äußerungen.
Jetzt rechtfertigte Böhmer seine Äußerungen vor der CDU- Bundesspitze in Berlin. Er erklärte in der Präsidiumssitzung nach Teilnehmerangaben, seine Worte seien verkürzt wiedergegeben worden. "Focus" stellte daraufhin klar, das Interview mit Böhmer sei von der Staatskanzlei autorisiert und freigegeben worden: "Focus hat keine Zitate von Ministerpräsident Böhmer verfälscht oder falsch wiedergegeben".
"Beleidigung für die Menschen in den neuen Ländern"
Im brandenburgischen Lübben hat zuletzt eine Mutter ihr Kind getötet. Das dritte tote Kind in den neuen Bundesländern innerhalb weniger Tage. Dass dies eine Folge der übernommenen DDR-Mentalität sein soll, stößt die Bürger im Osten aber vor den Kopf.
Im Osten werden drei bis viermal häufiger Kinder von ihren Eltern getötet als im Westen. Für Sachsen-Anhalts-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer liegt der Grund in der übernommenen DDR-Mentalität. Er erklärt: "In der DDR gab es ein staatlich organisiertes Sozialwesen, dass sich um alle Bereiche der sozialen Absicherung gekümmert und dafür verantwortlich gefühlt hat, das heißt das wenig Freiraum für individuelles nicht staatlich gelenktes Engagement war, was dazu geführt hat, dass sich eine Denkhaltung entwickelt hat: der Staat ist dafür verantwortlich, dass es mir gut geht."
Andere Politiker wie Dietmar Bartsch von den Linken lehnen Böhmers Äußerung jedoch vehement ab: "Herr Böhmer muss ganz klar unter Alterssenilität leiden. Das ist eine Beleidigung für die Menschen in den neuen Ländern."
Die Politiker streiten, die Nachbarn der toten Babys in Brandenburg aber stellen Plüschbären zur Erinnerung auf. Bis die Politik konstruktive Vorschläge bringt, ist es das Einzige, was sie tun können. Quelle: RTL-Aktuell-Online
Timo Tasche meint: Nein, so kann man dieses äußerst schwierige Thema nicht vereinfachen,wie es Böhmer getan hat. So geht es nicht. Eine Beleidigung für alle ostdeutschen Eltern.
Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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