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In Südtirol erleben Familien im stillen Lüsner Tal den Winter in seiner ganzen Vielfalt

Auf die sanfte Tour
Auf die sanfte Tour ©ddp

ddp) 01.12.2008 08:45:11 - Wer den großen Skizirkus sucht, ist hier falsch. Wem es um die Après-Ski-Sause geht, der wird ebenfalls enttäuscht sein. Mit Halligalli hat man im Lüsner Tal im Herzen Südtirols nichts am Hut. Hier setzt man auf Winterurlaub der anderen Art.


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Lüsen (ddp). Wer den großen Skizirkus sucht, ist hier falsch. Wem es um die Après-Ski-Sause geht, der wird ebenfalls enttäuscht sein. Mit Halligalli hat man im Lüsner Tal im Herzen Südtirols nichts am Hut. Hier setzt man auf Winterurlaub der anderen Art.
Nahe der alten Bischofsstadt Brixen nimmt das stille Tal seinen Anfang und zieht sich in weitem Bogen Richtung Osten. Auf 970 Metern Höhe erreicht man Lüsen. Weit verstreut liegen die Bergbauernhöfe rund um das Dorf. Den besonderen Reiz des Tales machen die weitläufigen Hochplateaus der Rodenecker und der Lüsner Alm aus: «Wie mit runder, ruhiger Schrift hat die Natur hier mit bunten Lettern das Wort Frieden in die Welt geschrieben», dichtete in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Schriftsteller Stefan Zweig.
Im Sommer ist die sonnenbeschienene Hochebene auf rund 1600 Metern mit ihren geringen Steigungen ein Wanderparadies, im Winter der ideale Ort für Langlauftouren und Schneeschuhwanderungen in unberührter Landschaft, grandioses Bergpanorama inklusive. Rundum schweift der Blick auf die Gipfel der Dolomiten mit dem schroffen Felszahn des 2875 Meter hohen Peitlerkofels sowie auf die Zillertaler und die Sarntaler Alpen. Eine Rundloipe mit mehreren Varianten wird gespurt, für Schneeschuh-Einsteiger gibt es geführte Touren.
Interessant ist der Winterurlaub auf die sanfte Tour jedoch nicht nur für Naturliebhaber. Schnee und Eis kann man sich in Lüsen auch rasanter nähern, beispielsweise auf einer mehr als drei Kilometer langen Naturrodelbahn und auf der beleuchteten Rennrodelbahn. Oder gleich nebenan kletternd auf dem rund 15 Meter hohen spektakulären Eisturm, der jeden Winter neu präpariert wird. Mithilfe von Steigeisen und Pickeln und am Seil gesichert bahnen sich die Kletterer auf mehreren Routen für Einsteiger und Fortgeschrittene ihren Weg nach oben - bei Dunkelheit sogar im Flutlichtschein. Schlittschuhläufer und Eisschützen können sich auf dem Eisplatz austoben.
Die Kombination von vielfältigen Winteraktivitäten und erholsamer Umgebung macht die Region gerade für Familien interessant. Eine Reihe von Unterkünften vom Bergbauernhof bis zum Hotel haben sich eigens auf Eltern und Kinder eingestellt. «Die Kinderbetreuung wird sehr stark nachgefragt», erzählt Angelika Hinteregger, Chefin im Hotel «Sonnwies». Es gehört dem Verbund der 24 «Familienhotels Südtirol» an, die Familien einen verlässlichen Standard unter anderem mit Familienzimmern, Babyphone, Betreuung im Spielzimmer, kostenlosen Buggys und Rücktragen sowie Kinderessen bieten. Während die Eltern im Wellnessbad des Hotels relaxen, spielen die Kleinen im Kinderbereich, besuchen die Ponys auf der Koppel, helfen beim Ausmisten im angrenzenden Bio-Bauernhof oder unternehmen auf dem anfängergerechten Skihang hinter dem Haus mit dem Skilehrer erste Versuche auf zwei Brettern.
Denn Skifahren könnte man - wenn´s nicht so viel anderes zu erleben gäbe - natürlich auch: Mit dem Skibus geht es zum 13 Kilometer entfernten Skigebiet Plose. Auf dem Hausberg von Brixen erschließen die Lifte 43 Kilometer Pisten, einschließlich der mit neun Kilometern längsten Talabfahrt Südtirols.
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