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Nachrichten
Inzestfall in Österreich. Timo Tasche zum Thema Amstetten: Warum schon wieder?
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| \"Das SCHON WIEDER - Schild passt meiner Meinung nach gut zu den häufigen Fällen eingesperrter Personen.\" (TT) |
02.05.2008 13:20:30 - Übertragungswagen des Fernsehens haben sich am Donnerstag noch eingefunden. Ich stelle die Demoplakate zunächst direkt vor das Haus, das einem Bunker ähnelt. Die Frage nach dem "Warum", weil dieser Fall viele Fragen aufwirft. Das "Schon wieder", weil erst jüngst der Fall Natascha Kampusch aktuell war.
(live-PR.com) - Die Yppsstrasse in Amstetten ist umlagert. Viele Schaulustige kommen zum Haus, wo sich das schreckliche Inzest-Drama ereignet hat. Manche filmen den Schauplatz mit dem Videohandy oder machen Fotos. Über 10 Übertragungswagen des Fernsehens haben sich am Donnerstag noch eingefunden. Ich stelle die Demoplakate zunächst direkt vor das Haus, das einem
Bunker ähnelt. Die Frage nach dem Warum, weil dieser Fall viele Fragen aufwirft. Das Schon wieder, weil erst jüngst der Fall Natascha Kampusch aktuell war. Dieses Mal hatte ich mir gedacht, jetzt muss die Frage nach dem Warum endlich auch nach Österreich. Die Fahrt war recht weit und ich hatte ohnehin noch einiges zu bezahlen. Aber es war mir egal. Ich packte meine Sachen und fuhr nach Amstetten. Im Briefkasten des Täters Fritzl lag ein Werbeprospekt mit dem Titel: Neue Weiten erfahren. Auf mich wirkte dieser Ort sehr belebt. Deshalb sehr verwunderlich, warum niemand etwas bemerkt hatte. Wie konnte dieser Mann sein Doppelleben so geschickt tarnen? Und die Ehefrau? Warum hat sie nichts bemerkt? Oder wollte sie es nicht bemerken? Meine aufgestellten Schilder direkt am Haus stört eine direkte Nachbarin in einem lilafarbenen Top. Fast alle Amstettener sind an diesem schon recht warmen Tag leicht bekleidet angezogen. Ich stelle meine Schilder an der Mauer vor dem Garten auf. Ich will schließlich nicht, das die Nachbarin einen aufdringlichen Eindruck von uns Deutschen erhält, gleichwohl ich es nicht verstehen kann, da die Mahnwache ohnehin nur ein paar wenige Stunden gedauert hätte und so auch die Schilder eigentlich nicht weiter stören dürften. Aber naja. Ich hoffe, das ich mehr Menschen bezüglich dieses Themas sensibilisieren kann und das mehr aufeinander acht geben. Ich kann nicht verstehen, das kein Nachbar was bemerkt hat. Ich würde mir wünschen, das ich jetzt endlich aufhören kann zu demonstrieren und das solche schrecklichen Fälle nie wieder passieren. Weil, ich kann meine eigenen Schilder schon langsam nicht mehr sehen. Aber ich denke, ein frommer Wunsch. Wer weiß schon, ob nicht irgendwo anders noch jemand gegen seinen Willen untergebuttert und einsperrt wird wie Vieh. Timo Tasche
Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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